Nach OP: So geht es Liensberger jetzt
Inhalt
- Schwere Diagnose nach Trainingssturz
- Kleine Fortschritte mit großer Bedeutung
- Geduld als größte Herausforderung
Gute Nachrichten aus dem ÖSV-Lager: Katharina Liensberger hat knapp eine Woche nach ihrer Knieoperation das Krankenhaus verlassen dürfen. Die 28-jährige Vorarlbergerin teilte den nächsten Schritt auf ihrem Weg zurück am Donnerstag selbst mit, via Instagram veröffentlichte sie ein kurzes Video beim Verlassen der Klinik Hochrum bei Innsbruck.
Für die Technikspezialistin ist es ein emotionaler Moment nach Tagen voller Unsicherheit, Schmerzen und neuer Herausforderungen. „Neben vielen kleinen Schritten, die ich die letzten Tage durchlaufen bin, fühlt es sich wie ein erster großer Schritt an, nun wieder nach Hause zu dürfen“, schrieb Liensberger zu dem Beitrag.
Schwere Diagnose nach Trainingssturz
Liensberger hatte sich in der vergangenen Woche bei einem Trainingssturz schwer am rechten Knie verletzt. Die Diagnose im Krankenhaus fiel entsprechend gravierend aus: eine Fraktur des Schienbeinkopfs, ein Meniskusriss sowie ein Riss des Innenbandes machten einen operativen Eingriff notwendig.
Der Eingriff verlief erfolgreich, dennoch steht der Gesamtweltcupsiegerin von 2021 nun eine lange und intensive Rehabilitationsphase bevor. Kniespezialist Christian Fink geht aktuell von einer Ausfallzeit von mindestens sechs bis acht Monaten aus.
Kleine Fortschritte mit großer Bedeutung
Trotz der schweren Verletzung zeigt sich Liensberger kämpferisch. In ihrem Posting schilderte sie offen, wie herausfordernd die ersten Tage nach der Operation waren, aber auch, welche Fortschritte sie bereits machen konnte. Erstmals wieder auf beiden Beinen stehen, selbstständig duschen oder Stiegen steigen: All das seien für Außenstehende vielleicht kleine Dinge, für sie aktuell jedoch enorme Erfolge.
Diese positiven Momente geben der ÖSV-Athletin Mut für die kommende Zeit. „Ich bin bereit für die nächsten Schritte auf dem Weg zur vollständigen Heilung“, betonte sie.
Geduld als größte Herausforderung
Besonders die mentale Komponente spielt nun eine entscheidende Rolle. Liensberger machte keinen Hehl daraus, dass sie sich in Geduld üben müsse. „Ich werde gelehrt, mit Geduld umzugehen, meinen Körper und auch mich selbst noch besser kennenzulernen“, schrieb die Slalom- und Riesentorlauf-Spezialistin.