Direkt zum Inhalt
Julia Scheib bei einer Siegerehrung.
Julia Scheib überzeugt bei ihrer ersten Abfahrt seit 2019 mit Rang vier.
Julia Scheib überzeugt bei ihrer ersten Abfahrt seit 2019 mit Rang vier.
APA-Images / AP / Gabriele Facciotti

ÖSV-Star: Julia Scheib meldet sich eindrucksvoll zurück

09.04.2026 um 13:47, Yunus Emre Kurt
min read
Julia Scheib: Die Riesentorlauf-Spezialistin sorgt bei der Abfahrt der Staatsmeisterschaften für eine Überraschung und verpasst das Podest nur knapp.

Inhalt

Julia Scheib hat bei den österreichischen Ski-Staatsmeisterschaften auf der Reiteralm für einen der auffälligsten Auftritte gesorgt. Während Nina Ortlieb den Titel in der Abfahrt souverän holte, stand vor allem das Comeback der Riesentorlauf-Spezialistin im Fokus.

Starke und bittere Fahrten im Feld

Hinter dem Podium prägten starke Auftritte und bittere Ausfälle das Rennen. Nadine Fest lag bei der Zwischenzeit 0,19 Sekunden vor Ortlieb und war damit auf Podiumskurs, schied aber im unteren Streckenteil aus. Auch Vanessa Nußbaumer erwischte es im Schlussabschnitt, sie kam ebenfalls nicht ins Ziel. 

Für positive Schlagzeilen sorgten mehrere junge Läuferinnen. Die 20-jährige Emma Amann aus dem Montafon fuhr mit 1,99 Sekunden Rückstand auf einen starken fünften Platz. Die erst 18-jährige Rosina Brandstetter, die für den WSV Braz startet, steigerte sich im Vergleich zum Training deutlich: Nach den Rängen 15 und 26 in den Probeläufen landete sie im Rennen auf Platz elf, 3,37 Sekunden hinter Ortlieb. 

Aus Vorarlberger Sicht rundeten weitere Talente das Ergebnis ab. Franziska Leiter aus Schröcken belegte Rang 15 mit 4,05 Sekunden Rückstand, knapp dahinter klassierte sich Ella Fiel aus St. Gallenkirch als 17. mit 4,06 Sekunden.

Julia Scheib: Comeback von Riesentorlauf-Spezialistin

Für eine der Geschichten des Tages sorgte Julia Scheib. Die Siegerin des Riesentorlauf-Weltcups und fünffache Riesentorlauf-Gewinnerin in der laufenden Saison, die damit den ÖSV-Rekord von Annemarie Moser-Pröll eingestellt hat, bestritt auf der Reiteralm ihre erste Abfahrt seit Februar 2019. 

Mit Startnummer 29 und klaren Trainingsrückständen gestartet, tastete sich Scheib über die Probeläufe an die Strecke heran. Im ersten Training am Mittwoch hatte sie noch 10,356 Sekunden Rückstand, im zweiten Testlauf verkleinerte sie diesen als Achte bereits auf 2,53 Sekunden. Im Rennen setzte die 25-Jährige ein Ausrufezeichen: Mit 1,45 Sekunden Rückstand auf Ortlieb fuhr sie auf Rang vier, auf das Podest fehlten ihr 43 Hundertstel.

Staatsmeisterschaften auf der Reiteralm

Die österreichische Ski-Staatsmeisterschaft findet von heute bis Sonntag auf der Reiteralm statt. Am Start stehen neben Ortlieb und Scheib unter anderen Conny Hütter, Kathi Huber, Kathi Truppe, Marco Schwarz und Stefan Brennsteiner, was für ein prominentes und breites Feld sorgt. 

more