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Jordan Murray im Trikot des EC-KAC während einer Trainingseinheit
Die Gedanken der Eishockey-Welt sind bei ihm: Jordan Murray befindet sich nach seinem Zusammenbruch im Krankenhaus auf dem Weg der Besserung.
Die Gedanken der Eishockey-Welt sind bei ihm: Jordan Murray befindet sich nach seinem Zusammenbruch im Krankenhaus auf dem Weg der Besserung.
EC-KAC/Wolfgang Jannach

Kollabierter KAC-Star: Erstes Update ist da

11.03.2026 um 13:33, Marcel Toifl
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Dramatische Szenen erschütterten das Spiel des EC-KAC gegen Fehérvár. Verteidiger Jordan Murray ist kollabiert. Der Verein äußert sich nun zu seinem Zustand.

Der Auftakt der Play-offs in der win2day ICE Hockey League gerät beim EC-KAC zur Nebensache. Dramatische Szenen erschütterten die Heidi-Horten-Arena in Klagenfurt und das gesamte Eishockey Österreich. Verteidiger Jordan Murray brach während des ersten Viertelfinalspiels der Serie KAC gegen Fehervar plötzlich auf der Spielerbank zusammen. Die Partie wurde abrupt abgebrochen. Am Mittwoch meldete der Rekordmeister aus der ICE Hockey League eine vorsichtige Entwarnung.

Kollaps auf der Spielerbank

Die dramatische Szene ereignete sich am Dienstagabend in der 18. Spielminute. Beim Stand von 1:0 für den Klagenfurter Traditionsklub brach Jordan Murray völlig unvermittelt auf der Spielerbank zusammen. Der Verteidiger verlor zunächst das Bewusstsein.

Nach Angaben des Vereins verschlechterte sich die Situation kurz darauf massiv: Der  KAC-Profi verlor „sämtliche Vitalzeichen“. Spieler, Betreuer sowie die Zuschauer in der Halle erlebten bange Minuten der Ungewissheit, während der Spielbetrieb im KAC-Eishockey-Zentrum sofort eingestellt wurde.

Reanimation und Behandlung im Klinikum

Die Vereinsärzte begannen sofort mit lebensrettenden Wiederbelebungsmaßnahmen. Mehrere im Stadion anwesende Notfallmediziner unterstützten die Behandlung des KAC-Cracks. Über mehrere Minuten liefen intensive Reanimationsmaßnahmen direkt an der Bande.

Diese verliefen letztlich erfolgreich, woraufhin der Spieler stabilisiert und transportfähig gemacht werden konnte. Es folgte der Transport in das Klinikum Klagenfurt, wo die Ärzte den Verteidiger in einen künstlichen Tiefschlaf versetzten, um die Situation im Sinne der bestmöglichen Versorgung zu stabilisieren.

Erster medizinischer Zwischenstand

Am Mittwochmorgen veröffentlichte der Klub ein erstes Update zum Thema Jordan Murray. Der Kanadier befinde sich demnach „in der Aufwachphase aus dem künstlichen Tiefschlaf, sein medizinischer Zustand ist aktuell stabil“.

Der EC-KAC richtete zugleich emotionale Worte an alle Beteiligten: „Aktuell sind die Gedanken der Mannschaft, des Trainer- und Betreuerstabs sowie der gesamten Organisation bei Jordan Murray“, erklärten die Verantwortlichen. Der Verein bedankte sich bei „den zahlreichen medizinischen Helferinnen und Helfern für deren rasches, entschlossenes und letztlich rettendes Handeln“, welches eine Tragödie verhinderte.

Mannschaft entscheidet gegen Spiel

Am Mittwoch versammelte sich das Team des KAC erneut in der Kabine. General Manager Oliver Pilloni informierte die Mannschaft über den Zustand ihres Kollegen. Im Anschluss fiel eine klare Entscheidung: Die Mannschaft tritt zum ursprünglich geplanten Auswärtsspiel am Donnerstag in der Serie KAC gegen Fehervar nicht an.

Die Verantwortlichen der win2day ICE Hockey League sowie der ungarische Gegner wurden umgehend informiert. In einem Video-Meeting besprachen die Liga und beide Vereine die weiteren Schritte in dieser emotionalen Ausnahmesituation.

Liga passt Play-off-Modus an

Die win2day ICE Hockey League bestätigte kurze Zeit später eine erste Anpassung des Spielplans. Die Begegnungen am 12. März in Székesfehérvár sowie am 14. März in Klagenfurt finden nicht statt. Um dem EC-KAC Zeit zu geben, wird das Play-off-Format geändert. Die Viertelfinalserie soll nicht mehr als „Best-of-Seven“ ausgetragen werden.

Stattdessen steht ein verkürztes Format (Best-of-Five oder Best-of-Three) im Raum. In einem Statement hielt die Liga fest: „Wie stets gilt auch in dieser Situation das Prinzip „Health over Hockey“ – die Gesundheit steht über allem.“ Das abgebrochene Spiel vom Dienstag wird zudem nicht gewertet und muss laut Bestimmungen neu ausgetragen werden. Ein Neustart im Eishockey-Betrieb des KAC wird frühestens für Montag, den 16. März, angestrebt.

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