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Johannes Strolz im Zielraum von Kitzbühel nach dem Slalom
Doppel-Oympiasieger Johannes Strolz wird bei den Olympischen Spielen 2026 nicht dabei sein.
Doppel-Oympiasieger Johannes Strolz wird bei den Olympischen Spielen 2026 nicht dabei sein.
APA-Images / EXPA / Erich Spiess

"Kein Wunschkonzert": Strolz reagiert auf Olympia-Aus

27.01.2026 um 12:31, Marcel Toifl
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Der Held von Peking Johannes Strolz verpasst die Nominierung für Olympia 2026 in Mailand und Cortina. So reagiert der Technikspezialist auf sein Aus.

Vier Jahre nach seinem historischen Olympia-Märchen muss Johannes Strolz bei Olympia 2026 in Mailand und Cortina zusehen. Der Doppel-Olympiasieger von Peking verpasst die Nominierung für das Slalomteam des ÖSV. Wie bereits bei der Weltmeisterschaft im Vorjahr fehlt der Vorarlberger bei einem Großereignis. Strolz spricht nun offen über die Gründe, seine sportliche Einordnung und die persönlichen Konsequenzen.

Johannes Strolz: Bei Olympia 2026 nicht dabei

Johannes Strolz schafft es nicht in das vierköpfige Slalom-Aufgebot des ÖSV für Mailand und Cortina. Damit bleibt der Gold-Held von 2022 bei den kommenden Winterspielen nur Zuschauer. Die Entscheidung des Trainerstabs fiel nach rein sportlichen Kriterien, da die mannschaftliche Dichte im österreichischen Team enorm hoch ist.

Strolz zeigt sich als fairer Sportsmann „Das ist Teil vom Spitzensport. Es ist kein Wunschkonzert, man muss sich beweisen, wenn es bei den Wettkämpfen darauf ankommt. Das habe ich nicht geschafft.“, so Strolz gegenüber der APA.

Kitzbühel als Schlüsselmoment für die Olympia-Qualifikation

Die letzte theoretische Chance auf das Ticket für Olympia 2026 bot das Slalom-Rennen in Kitzbühel. Strolz belegte dort Rang 15. Dieses Ergebnis reichte jedoch nicht aus, um sich gegen die starke interne Konkurrenz durchzusetzen. „Es gehören bei den Spielen die besten vier am Start. Dazu habe ich heuer nicht gehört, das ist Fakt.“, sagte Strolz nach dem Rennen auf dem Ganslernhang. Den nominierten Teamkollegen Manuel Feller, Fabio Gstrein, Michael Matt und Marco Schwarz wünscht er nur das Beste: „Ich hoffe, dass sie das, was der Manu in Kitzbühel gezeigt hat, in Milano und Cortina zeigen können.“

Rückblick auf Peking: Das Märchen vor vier Jahren

In Peking sorgte Johannes Strolz für eine der größten Sensationen der Olympia-Geschichte. Nachdem er kurz zuvor ohne Kaderstatus in Adelboden gewonnen hatte, holte er in China Gold in der Kombination sowie im Teambewerb und Silber im Slalom.

Verglichen mit dem Druck von damals sieht er die aktuelle Nicht-Nominierung für Olympia 2026 gefasst: „Damals bin ich am Abgrund gestanden. Heute kann man fast von einer Luxussituation sprechen.“

Blick nach vorne: Schladming statt Mailand und Cortina

Besonders das Verpassen der Heim-Weltmeisterschaft im Vorjahr hatte den 33-Jährigen belastet. Dennoch lässt er den Kopf nicht hängen. In Kitzbühel blitzte sein Können phasenweise wieder auf. „Aber ein kleiner Teil fehlt offenbar noch immer, dass es weiter nach vor gehen kann. Das nehme ich mir für Schladming vor.", erklärt Strolz kämpferisch. Auch wenn der Traum von Olympia 2026 geplatzt ist, bleibt der Fokus auf der laufenden Weltcup-Saison.

 

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