Kaderplatz weg: Olympia-Doppelsieger zittert um Weltcup-Start
- Vom Olympiasieg in die interne Ausscheidung
- Harte Konkurrenz: Auch Pertl ohne Kaderplatz
- Rettungsanker Feller: Hoffnung auf ein Nachrücken
Der Vorarlberger Johannes Strolz hat seinen festen Status im ÖSV-Kader verloren und muss nun akut um seine Teilnahme am ersten Slalom der Saison im finnischen Levi zittern. In einer hochbrisanten internen Ausscheidung kämpft der 34-Jährige am Samstag gegen sechs Teamkollegen um die letzten Weltcup-Tickets.
Vom Olympiasieg in die interne Ausscheidung
Vor vier Jahren schrieb Johannes Strolz bei den Olympischen Winterspielen in Peking ein sensationelles Ski-Märchen, als er zwei Goldmedaillen und einmal Silber abräumte. An diese Glanzleistungen konnte der Vorarlberger in den vergangenen Jahren jedoch nicht mehr anknüpfen. Nach enttäuschenden Rennzeiten verpasste er sowohl die Heim-WM 2025 als auch die Winterspiele 2026. Da er seinen Fixplatz im ÖSV-Team eingebüßt hat, muss sich der Vorarlberger nun am Samstag bei einer internen Qualifikation durchsetzen: Nur drei von sieben ÖSV-Läufern sichern sich einen Startplatz für das Rennen am 15. November.
Harte Konkurrenz: Auch Pertl ohne Kaderplatz
Neben Strolz stehen auch andere etablierte Namen unter enormem Druck. Mit dem 30-jährigen Kärntner Adrian Pertl, Slalom-Vizeweltmeister von 2021, kämpft ein weiterer prominenter Athlet ohne ÖSV-Kaderplatz um das Ticket nach Lappland. Neben Strolz und Pertl treten Simon Rueland, Kilian Pramstaller, Ralph Seidler, Oscar Heine und Jakob Greber in der Qualifikation an. Bereits fix im ÖSV-Aufgebot für Finnland gesetzt sind hingegen Fabio Gstrein, Michael Matt, Joshua Sturm und Dominik Raschner.
Rettungsanker Feller: Hoffnung auf ein Nachrücken
Sollte Strolz in der Ausscheidung scheitern, bleibt ihm womöglich noch ein Hintertürchen durch den Gesundheitszustand von Manuel Feller. Der Tiroler leidet unter hartnäckigen Bandscheibenproblemen und nahm erst kürzlich wieder das Stangentraining auf. ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer stellte klar, dass Feller nur dann in Levi an den Start geht, wenn er vollkommen konkurrenzfähig ist. Tritt der Tiroler nicht an, würde Strolz direkt in den Weltcup-Kader nachrücken.