Rückenprobleme: Olympiasieger beendet Saison vorzeitig
Der Salzburger Skisprung-Star Jan Hörl zieht einen Schlussstrich unter den aktuellen Winter. Wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) bekannt gibt, bedeutet die aktuelle gesundheitliche Lage das vorzeitige Saisonende von Jan Hörl. Der 27-Jährige wird auf die verbleibenden Weltcup-Stationen verzichten und stattdessen den Fokus auf die Genesung legen. Damit fehlen den ÖSV-Adlern bei den abschließenden Highlights in Norwegen und Slowenien eine ihrer stärksten Kräfte.
Hörl beendet Saison vorzeitig
Das Jan Hörl Saisonende kommt für viele Fans überraschend, doch die Entscheidung ist wohlüberlegt. Der Salzburger wird nicht nach Oslo zum Weltcup auf dem Holmenkollen reisen. Auch die prestigeträchtigen Skiflugbewerbe in Vikersund sowie das traditionelle Weltcup-Finale auf der Skiflug-Schanze in Planica finden ohne ihn statt.
Hörl verzichtet damit auf die Chance, sich in der Weltcup-Gesamtwertung noch weiter nach vorne zu arbeiten. Mit seinem aktuellen achten Platz verabschiedet er sich als einer der Top-Athleten des Winters in die verfrühte Pause.
Rückenbeschwerden begleiten ihn seit Monaten
Die Schmerzgrenze war nun endgültig erreicht. Schon seit geraumer Zeit kämpft der ÖSV-Athlet mit Problemen im Lendenwirbelbereich. In enger Abstimmung mit dem Trainerteam wurde nun die Konsequenz gezogen, um die langfristige Karriere nicht zu gefährden. Regeneration und gezielte Therapie stehen nun an oberster Stelle.
Hörl selbst äußert sich deutlich zu seinem Gesundheitszustand: „Die Rückenbeschwerden begleiten mich jetzt schon zu lange. Mein Fokus ist deshalb, meine Gesundheit therapeutisch langfristig in den Griff zu bekommen“, wird der Olympiasieger in der Aussendung des ÖSV zitiert.
Sieg in Lahti wird zum Saisonabschluss
Trotz der körperlichen Einschränkungen konnte Hörl kurz vor dem Saisonende noch einmal jubeln. Seinen letzten Auftritt am vergangenen Sonntag in Lahti krönte er mit dem Sieg im Super-Team-Bewerb an der Seite von Daniel Tschofenig.
Es war nicht der einzige Erfolg in diesem Winter: Zuvor triumphierte er bereits in Zakopane gemeinsam mit Stephan Embacher. Auch in den Einzelbewerben zeigte Hörl mit zweiten Plätzen in Lillehammer, Garmisch-Partenkirchen und Zakopane, dass er zur absoluten Weltspitze gehört.
Olympiagold als größtes Highlight
Das sportliche Jahr 2026 wird Hörl trotz des Abbruchs in bester Erinnerung behalten. Der größte Moment war der Gewinn der Goldmedaille im Super-Team bei den Olympischen Spielen in Predazzo gemeinsam mit Stephan Embacher. Hinzu kommt Team-Silber bei der Skiflug-WM in Oberstdorf sowie der starke zweite Platz in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee hinter Domen Prevc.
Zum Abschied zeigt sich der Salzburger versöhnt: „Ich beende meine Saison mit einem Sieg im Super Team in Lahti. Nach der Goldenen bei den Olympischen Spielen bin ich mit der Saison sehr zufrieden, auch wenn nicht alles optimal gelaufen ist“, bilanziert Hörl zum Abschluss einer emotionalen Saison.