WM 2026: Iran will nicht in die USA reisen
Die WM 2026 entwickelt sich aus Sicht Irans zunehmend zu einem politischen Thema im internationalen Fußball. Der iranische Verband hat angekündigt, seine Spiele bei der Weltmeisterschaft möglicherweise nicht in den USA auszutragen. Stattdessen wird aktuell über eine Verlegung nach Mexiko verhandelt. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken aufgrund der angespannten geopolitischen Lage.
Sicherheitsbedenken im Fokus
Irans Verbandspräsident Mehdi Tadsch machte deutlich, dass ein Antreten in den USA derzeit nicht infrage komme. „Wir werden mit Sicherheit nicht nach Amerika reisen“, erklärte Tadsch laut Angaben der iranischen Botschaft auf der Plattform X.
Er verwies dabei auch auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte zwar eine Teilnahme des Iran grundsätzlich begrüßt, gleichzeitig jedoch Zweifel an der Sicherheit geäußert. Trump erklärte, es sei möglicherweise „für ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit“ nicht angemessen, in den USA zu spielen.
Gespräche mit der FIFA laufen
Der iranische Verband hat deshalb Gespräche mit dem Weltverband FIFA aufgenommen. Ziel ist es, die eigenen WM-Spiele nach Mexiko zu verlegen. „Wir verhandeln mit der FIFA, um die WM-Spiele des Iran in Mexiko auszutragen“, sagte Tadsch.
Eine offizielle Reaktion der FIFA steht bislang aus. Ob eine solche Änderung überhaupt möglich ist, bleibt offen.
Teilnahme grundsätzlich unsicher
Die Diskussion über die Austragungsorte zeigt, wie unsicher die Situation rund um die WM 2026 derzeit ist. Bereits zuvor hatte der iranische Sportminister angedeutet, dass eine Teilnahme am Turnier nicht garantiert sei.
Die Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko statt. Der Iran ist sportlich bereits qualifiziert. Aktuell sind zwei Gruppenspiele in Los Angeles sowie ein weiteres Spiel in Seattle geplant.
Gegner planen weiterhin normal
Während der Iran über Änderungen nachdenkt, laufen die Vorbereitungen bei den Gegnern wie gewohnt weiter. Neuseeland, das am 16. Juni in Los Angeles auf den Iran treffen soll, bereitet sich regulär auf die Partie vor.
Teamchef Darren Bazeley betonte: „Die Terminansetzung steht nach wie vor. Solange sich nichts ändert, bereiten wir uns auf dieses Match vor.“
Zweifel an kurzfristigen Änderungen
Auch auf Verbandsebene wird bezweifelt, dass die FIFA die Spielorte kurzfristig ändern wird. Der neuseeländische Verbandschef Andrew Pragnell zeigte sich skeptisch. Änderungen dieser Größenordnung wären organisatorisch äußerst aufwendig.
Die FIFA setzt traditionell auf stabile Turnierabläufe, was eine kurzfristige Verlegung zusätzlich erschwert.