Champions League: Sturm erlebt bitteren CL-Dämpfer
Sturm Graz hat im Kampf um den Einzug in die Champions League einen herben Rückschlag hinnehmen müssen. Der österreichische Vizemeister verlor das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde bei Fenerbahçe Istanbul mit 0:2 und steht damit vor einer schwierigen Aufgabe im Rückspiel.
Vor mehr als 40.000 Zuschauern erwies sich der türkische Spitzenklub vor allem in der ersten Halbzeit als die klar bessere Mannschaft. Sturm fand kaum Zugriff auf das Spiel und geriet bereits früh in Rückstand.
Fenerbahçe dominiert früh
Die Grazer hielten den Gegner zunächst mit einem kompakten Defensivblock vom eigenen Tor fern. Doch bereits in der zehnten Minute brachte Anderson Talisca die Gastgeber mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze in Führung.
Fenerbahçe kontrollierte die Partie anschließend mit viel Ballbesitz und ließ den Österreichern kaum Raum zur Entfaltung. Kurz vor der Pause erhöhte Mason Greenwood nach einem kurz abgespielten Eckball mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:0.
Sturm reklamierte zwischenzeitlich einen möglichen Elfmeter nach einem Zweikampf zwischen Seedy Jatta und Milan Skriniar. Der Schiedsrichter ließ die Partie jedoch weiterlaufen.
Sturm verhindert höheren Rückstand
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Grazer deutlich verbessert. Zwar blieb Fenerbahçe die gefährlichere Mannschaft, doch Torhüter Daniil Chudjakow bewahrte Sturm mit mehreren starken Paraden vor einem noch höheren Rückstand.
In der Schlussphase kam auch Sturm zu einzelnen Offensivaktionen. Die beste Möglichkeit vergab Joker Nelson Weiper, dessen Seitfallzieher das Anschlusstor nicht brachte.
Am Ende blieb es beim 0:2, womit zugleich die Serie von 17 Pflichtspielen ohne Niederlage für Sturm seit Februar endete.
Jetzt wartet das Rückspiel in Graz
Trainer Fabio Ingolitsch zeigte sich nach der Partie trotz der Niederlage kämpferisch. Er verwies auf die enorme Qualität des Gegners, lobte aber auch die Moral seiner Mannschaft, die sich nach der Pause deutlich steigerte.
Auch Jürgen Heil betonte, dass trotz der schwierigen Ausgangslage noch nichts entschieden sei. Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag in Graz statt. Dort benötigt Sturm einen Heimsieg mit mindestens zwei Toren Unterschied, um die Chance auf den Aufstieg in die nächste Qualifikationsrunde zu wahren.
Sollte der Aufstieg gegen Fenerbahçe nicht gelingen, ist Sturm Graz dennoch bereits fix für die Gruppenphase der UEFA Europa League qualifiziert.