Nach WM-Aus: Das sagt Nagelsmann zu seinem Rücktritt
- Frühes WM-Aus bringt Deutschland ins Wanken
- Nagelsmann ist selbstkritisch
- Rücktritt ausgeschlossen
- Rückendeckung und Zweifel im DFB
- Druck von außen wächst
- Klopp-Debatte gewinnt an Dynamik
Deutschland scheidet bei der WM 2026 früh aus. Der Vertrag des Bundestrainers läuft zwar bis 2028, die sportlichen Ergebnisse stellen diese Perspektive zunehmend infrage. Die Debatte um Bundestrainer Nagelsmann spitzt sich zu. Bleibt er im Amt?
Frühes WM-Aus bringt Deutschland ins Wanken
Deutschland scheidet bei der WM 2026 im Elfmeterschießen gegen Paraguay aus. Nach 2018 und 2022 verpasst die DFB-11 schon wieder die Runde der besten Teams. Das 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay sorgt für maximale Ernüchterung und wirft grundlegende Fragen über die Entwicklung im deutschen Fußball auf. Nach dem Weltmeister-Titel 2014 und den schwachen Auftritten danach müssen auch größte Fans einsehen: Deutschland gehört aktuell nicht zur Weltspitze.
Nagelsmann ist selbstkritisch
Das sagt auch ausgerechnet jener Mann, der nach dem erneuten Scheitern massiv unter Druck gerät: Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Es wäre vermessen, wenn wir nach dem dritten großen Turnier sagen, wir gehören noch zur Weltspitze, das tun wir einfach nicht“, so der DFB-Coach. „Wenn du in der ersten K.o.-Runde ausscheidest bei so einem großen Turnier mit 48 Mannschaften, ist das deutlich zu wenig für den deutschen Fußball“, zeigt er sich nach dem erneuten Scheitern selbstkritisch.
Rücktritt ausgeschlossen
Trotz dieser Einsicht hält er an seinem Amt fest und erklärt unmissverständlich: „Ich bin keiner, der wegläuft.“ Er habe einen Vertrag und stehe auch weiter zur Verfügung. „Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man das sagen.“
Rückendeckung und Zweifel im DFB
Innerhalb des DFB erhält Nagelsmann weiterhin Unterstützung. Sportdirektor Rudi Völler bezeichnet ihn als „Toptrainer“ und spricht ihm das Vertrauen aus. „Ich hoffe, dass Nagelsmann nicht hinschmeißt, sondern weiter an sich und seine Fähigkeiten glaubt“, bekräftigt Kapitän Joshua Kimmich. Das Team stehe geschlossen hinter dem Trainer. „Das ist von vielen Trainern ein Problem, dass – wenn es sportlich nicht läuft – die Spieler die Ausrede beim Trainer suchen. Das ist bei uns nicht der Fall.“
Druck von außen wächst
Von außen wächst der Druck auf Bundestrainer Nagelsmann. Beobachter bemängeln die fehlende klare Struktur im Spiel, eine inkonsequente Chancenverwertung sowie fragwürdige Personalentscheidungen. Insbesondere die Rollenverteilung innerhalb der Mannschaft wirkt unausgewogen, während taktische Anpassungen im Turnierverlauf kaum greifen.
Auch der Umgang mit erfahrenen Spielern wie Manuel Neuer sowie das Festhalten an formschwachen Akteuren stehen in der Kritik. Hinzu kommt, dass es Nagelsmann bislang nicht gelingt, aus individuell starken Spielern eine funktionierende Einheit zu formen. Das wiederholte Scheitern bei großen Turnieren verstärkt den Eindruck, dass seinem Konzept auf höchstem Niveau die Durchschlagskraft fehlt.
Klopp-Debatte gewinnt an Dynamik
Von außen wächst der Ruf nach einem Rücktritt Nagelsmanns. Auch Spekulationen um einen möglichen Nachfolger werden lauter. Im Zentrum steht Jürgen Klopp, aktueller Red-Bull-Fußballchef. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird“, sagt Klopp. Die Gerüchte weist er jedoch zurück.