Kühbauer nach Rapid-Pleite: „Lieb ist zu wenig“
Inhalt
- Blitzstart ohne Wirkung
- Schwächen im Spielaufbau
- Hoffnung nur kurz am Leben
- Fehlende Aggressivität
- Fokus bleibt auf Stabilität
Dietmar Kühbauer steht nach der Niederlage des LASK gegen Rapid im Fokus. Trotz früher Führung verlor seine Mannschaft den Faden und kassierte eine deutliche 2:4-Pleite. Während der Finaleinzug im ÖFB-Cup Hoffnung gibt, läuft es in der Bundesliga aktuell nicht nach Plan.
Blitzstart ohne Wirkung
Dabei begann das Spiel aus Sicht des LASK perfekt. Bereits nach wenigen Sekunden traf Samuel Adeniran zur frühen Führung. Doch die Freude währte nur kurz. Rapid gelang fast postwendend der Ausgleich und drehte die Partie noch vor der Pause. „Wenn das Spiel nur eine Minute dauert, hätten wir die drei Punkte eingefahren“, kommentierte Kühbauer nach dem Spiel trocken.
Schwächen im Spielaufbau
Für den Trainer lag das Hauptproblem vor allem im eigenen Spiel. „Wir haben den Ball zu schnell verloren und oft zu schnell nach vorne gespielt“, analysierte er. Es habe an kontrollierten Ballstaffetten gefehlt, ein entscheidender Faktor gegen einen Gegner wie Rapid. Auch bei Standards zeigte sich der LASK anfällig. Wie bereits in den vergangenen Spielen kassierten die Linzer nach einem Eckball ein Gegentor.
Hoffnung nur kurz am Leben
Nach der Pause bot sich dem LASK durchaus die Chance, noch einmal zurückzukommen. Rapid zog sich etwas zurück und überließ den Gästen mehr Ballbesitz. Selbst nach dem 1:3 blieb die Partie offen. Der Anschlusstreffer ließ kurz Hoffnung aufkommen. Doch diese wurde schnell wieder zunichte gemacht. Das vierte Gegentor fiel nur kurze Zeit später. „Sonst wären das noch sehr heiße Minuten gewesen“, meinte Kühbauer.
Fehlende Aggressivität
Trotz der Niederlage wollte der Trainer seiner Mannschaft nicht alles schlechtreden. Große strukturelle Probleme sieht er nicht. Dennoch fehlte es aus seiner Sicht an einem entscheidenden Element: Aggressivität. Rapid habe die Partie insgesamt verdient gewonnen, auch wenn der LASK phasenweise mithalten konnte.
Fokus bleibt auf Stabilität
Die aktuelle Formkurve bereitet dennoch Sorgen. Seit dem Jahreswechsel konnten die Linzer abseits des Cupbewerbs nicht mehr überzeugen. Trotzdem will Kühbauer keine grundlegenden Veränderungen vornehmen. „Wir werden genau dasselbe tun, was wir in den letzten fünf Monaten gemacht haben“, betonte er.