Notstand in Tokio: Wackelt jetzt Olympia?

Die Olympischen Spiele werden von 23. Juli bis 8 August ohne Zuseher über die Bühne gehen. Nach langen und schwierigen Beratungen legen sich die Organisatoren fest – die Entscheidung wurde heute bekannt.

Notstand verlängert

Die japanische Regierung rund um Ministerpräsident Yoshihide Suga hatte den Covid-Notstand schon zuvor bis 22. August verlängert. Grund dafür sind die dramatisch steigenden Infektionszahlen. Die Metropole meldet am Donnerstag 896 neue Infektionsfälle. Damit liegt die Fallzahl bereits den 19. Tag in Folge über dem Wert der Vorwoche.

Ministerpräsident Yoshihide an einem Rednerpult vor einem dunkelblauen Vorhang und der japanischen Flagge.

Kein Lockdown

Der Notstand ist aber nicht mit einem Lockdown gleichzusetzen. Menschen dürfen Restaurants und Bars besuchen. Das Ausschenken von Alkohol sowie Karaoke sind hingegen verboten. Darüber hinaus bittet die Regierung die Menschen möglichst zu Hause zu bleiben.

Angst vor Superspreader-Event

Viele Japanerinnen und Japaner befürchten, dass die Spiele zu einem Superspreader-Event werden könnten. Dass internationale Fans nicht zu den Spielen zugelassen sind, wurde bereits im März beschlossen. Sie dürfen gar nicht erst einreisen. Eine Absage der Olympischen Spiele ist weiterhin nicht angedacht. Das IOC versichert, dass die Veranstaltung "ohne Probleme" abgewickelt wird.

Autor: Maximilian Sperr, 08.07.2021