Bundesliga bestätigt: Austria Klagenfurt steigt ab
Inhalt
- Saison wird regulär zu Ende gespielt
- Neustart in der Regionalliga
- Nachwuchs, Frauen und Inklusion nicht betroffen
- Auswirkungen auf die 2. Liga
Nun herrscht endgültige Klarheit: Austria Klagenfurt wird mit Saisonende aus der ADMIRAL 2. Liga absteigen. Nachdem der Klub vergangene Woche bereits entsprechende Schritte angekündigt hatte, bestätigte nun auch die Bundesliga die Konsequenzen aus dem eröffneten Insolvenzverfahren. „Das Insolvenzverfahren gegen Austria Klagenfurt ist rechtskräftig eröffnet, der Klub wird damit zu Saisonende ans Tabellenende gereiht und muss aus der ADMIRAL 2. Liga absteigen“, teilte die Liga offiziell mit.
Sportlich hat die Entscheidung massive Auswirkungen: Unabhängig vom Tabellenstand wird die Austria am Ende der Spielzeit auf den letzten Platz gesetzt.
Saison wird regulär zu Ende gespielt
Trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen soll der Spielbetrieb bis zum Sommer gesichert sein. Nach Angaben des Insolvenzverwalters ist die Finanzierung für die kommenden Wochen vorläufig gewährleistet. Die Mannschaft wird die Rückrunde daher wie geplant absolvieren.
Bereits am vergangen Freitag hatte der Klub bekanntgegeben, keinen Rekurs gegen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens einzulegen. Kurz vor dem Start in die Rückrunde wurde diese Entscheidung offiziell kommuniziert.
Geschäftsführer Zeljko Karajica erklärte die Beweggründe in einer offiziellen Presseaussendung: „Ein Rechtsmittelverfahren wäre mit sehr vielen Unwägbarkeiten verbunden gewesen und würde im schlimmsten Fall bis in den Juni hinein vor allem keine Planungssicherheit bieten – weder im sportlichen noch im wirtschaftlichen Bereich.“
Statt auf einen langwierigen Rechtsstreit setzt der Verein nun auf einen klaren Schnitt und einen strukturierten Neustart.
Neustart in der Regionalliga
Mit dem Abstieg ist auch klar: In der kommenden Saison wird Austria Klagenfurt in der Regionalliga antreten. Ziel sei es, eine nachhaltige Sanierung umzusetzen und die Basis für stabile Jahre zu schaffen, heißt es aus dem Klubumfeld.
Immerhin gibt es auch positive Signale. Mit „TGI“ wurde für die Rückrunde ein neuer Hauptsponsor präsentiert. Darüber hinaus steigt die AG zusätzlich als Gesellschafter ein. Auch an der Spitze des Vereins kommt es zu Veränderungen: Helmut Kaltenegger übernimmt künftig das Präsidentenamt.
Die Verantwortlichen sprechen von einem wichtigen Schritt, um dem Klub eine wirtschaftlich solide Zukunft zu ermöglichen.
Nachwuchs, Frauen und Inklusion nicht betroffen
Während die Profimannschaft sportlich einen herben Rückschlag hinnehmen muss, sollen andere Bereiche des Vereins unbeeinträchtigt bleiben. Die Akademie, sämtliche Nachwuchsteams, die Inklusionsmannschaft sowie das Frauenteam setzen ihren Spielbetrieb ohne Einschränkungen fort.
Auswirkungen auf die 2. Liga
Durch die Insolvenzregelung steht zudem fest, dass es aus der ADMIRAL 2. Liga maximal einen sportlichen Absteiger geben wird, auch vor dem Hintergrund des bereits feststehenden Aus von SV Stripfing.
Für Austria Klagenfurt beginnt nun eine Phase des Umbruchs. Sportlich ist der Abstieg besiegelt, wirtschaftlich soll jedoch ein Neustart gelingen. Der Fokus liegt klar auf Stabilität und auf einer Zukunft, die langfristig wieder höheren Ansprüchen gerecht werden soll.