Nach Real-Aus: Jetzt spricht Alaba
Es ist das Ende einer hocherfolgreichen Ära im internationalen Spitzenfußball: Der österreichische Nationalteamkapitän David Alaba verlässt den spanischen Rekordmeister Real Madrid nach fünf gemeinsamen Jahren. Beim 4:2-Heimsieg gegen Athletic Bilbao im Estadio Bernabeu feierten Mitspieler und Fans einen hochemotionalen Abschied von dem Wiener Verteidiger. Kurz nach dem Abpfiff veröffentlichte der 33-Jährige eine tief berührende Botschaft in den sozialen Netzwerken, um sich für die prägende Zeit bei den „Königlichen“ zu bedanken.
Standing Ovations und Klappstühle: Ein denkwürdiger Abschied im Bernabeu
Das letzte Meisterschaftsspiel der Saison gegen Bilbao geriet zur großen Alaba-Gala. Als der ÖFB-Kapitän in der 70. Spielminute vorzeitig vom Feld geholt wurde, erhoben sich die Zuschauer von ihren Plätzen. Unter tosendem Applaus und Standing Ovations verließ er den Rasen, während einige Fans auf den Rängen in Anlehnung an seinen weltberühmten, ikonischen Jubel aus dem Jahr 2022 weiße Klappsessel in die Höhe stemmten.
Jeder einzelne Real-Spieler und auch Trainer Alvaro Arbeloa herzten den Wiener bei seiner Auswechslung intensiv. An der Seitenlinie warteten bereits Alabas Lebensgefährtin Shalimar und die beiden gemeinsamen Kinder, um ihn in Empfang zu nehmen.
Die übersetzte Botschaft: Alabas emotionale Abschiedsworte im Wortlaut
Wie tief die Verbundenheit zum Verein und den Menschen in der spanischen Hauptstadt geht, unterstrich der Profi mit einem ausführlichen Statement. David Alaba richtet sich mit via Instagram an die Öffentlichkeit und spricht ausführlich über die Verbundenheit, die er mit dem Klub habe. Im Wortlaut heißt es: „Ich habe im Fußball schon viele Dinge erlebt und weiß, dass emotionale Momente einfach Teil dieser Reise sind. Aber mich von Real Madrid zu verabschieden, ist etwas ganz Besonderes – und ohne Zweifel ein weiterer hochemotionaler Moment meiner Karriere. Als ich damals zusammen mit meiner Familie und meinen Freunden in Madrid ankam, kam ich voller Vorfreude, mit großen Träumen und hohen Erwartungen. Was ich in den vergangenen fielen Jahren erleben durfte, werde ich für den Rest meines Lebens in mir tragen.
Gemeinsam haben wir unglaubliche Spiele erlebt, unvergessliche Nächte und Partien, die für immer in den Geschichtsbüchern stehen werden. Wir haben große Titel gewonnen – genau das, wovon jeder Spieler träumt, wenn er das Trikot von Real Madrid trägt. Aber auch schwierige Momente waren Teil dieser Reise. Besonders die Zeit meiner Verletzung war eine der härtesten Phasen meiner gesamten Karriere. Deshalb bin ich noch dankbarer für die unglaubliche Unterstützung, die ich in dieser Zeit vom Verein, meinen Teamkollegen und den Fans erfahren habe. Ich werde nie vergessen, wie sehr mir alle geholfen haben, zurückzukehren.“
Fünf Jahre voller Erfolg: Die Titelsammlung des ÖFB-Kapitäns
Ein Blick auf die sportliche Bilanz zeigt, wie prägend die Ära des Österreichers bei den „Königlichen“ tatsächlich war. In seinen fünf Jahren im Verein avancierte er schnell zum absoluten Leistungsträger und Führungsspieler in der Innenverteidigung. Seine beeindruckenden Erfolge im Überblick:
- Pflichtspieleinsätze: David Alaba absolvierte insgesamt 132 Spiele im Trikot der „Königlichen“.
- Gewonnene Titel: Er sammelte in den fünf Jahren in Spanien stolze 11 Titel.
- Internationale Erfolge: Der Verteidiger gewann je zweimal die UEFA Champions League, die Club-Weltmeisterschaft sowie den europäischen Supercup.
- Nationale Erfolge: Er sicherte sich zweimal die spanische Meisterschaft, zweimal den spanischen Supercup sowie einmal den spanischen Cup.
Vertrag läuft aus: Wohin führt der nächste Karriereweg?
Da am Freitag offiziell bekanntgegeben wurde, dass der auslaufende Vertrag von David Alaba in Madrid nicht mehr verlängert wird, kann der Defensivkünstler den Verein im kommenden Transfersommer ablösefrei verlassen. Trotz seines Alters von 33 Jahren und der überstandenen schweren Verletzungsphase gilt der Österreicher auf dem internationalen Transfermarkt nach wie vor als heiß begehrt.
In der internationalen Gerüchteküche brodelt es bereits gewaltig. Medienberichten zufolge sollen vor allem die italienischen Topclubs Inter Mailand und Juventus Turin großes Interesse an einer Verpflichtung des ablösefreien Routiniers signalisieren. Neben einem Verbleib in Europa gelten allerdings auch lukrative Angebote aus Saudi-Arabien sowie ein potenzieller Wechsel in die US-amerikanische Major League Soccer (MLS) als denkbare Optionen für Alabas nächstes Karrierekapitel.