Arda Saatçi: Dieser Lauf brachte ihn an seine Grenzen
Inhalt
- Ziel knapp verpasst
- „Ich bringe das zu Ende“
- Körperliche Belastung enorm
- Fans fieberten live mit
- Riesiges Team unterstützte ihn
- Strecke sogar länger als geplant
Mehr als fünf Tage lang kämpfte sich Arda Saatçi durch die extreme Hitze Kaliforniens, jetzt hat der Berliner Extremsportler, mit türkischen Wurzeln, sein Ziel erreicht. Nach 123 Stunden und 21 Minuten kam der 28-Jährige am Santa Monica Pier nahe Los Angeles an. Insgesamt legte Saatçi dabei mehr als 600 Kilometer zurück.
Sein spektakulärer Lauf wurde von Hunderttausenden Menschen live im Internet verfolgt.
Ziel knapp verpasst
Eigentlich hatte sich Saatçi ein noch ambitionierteres Ziel gesetzt. Der Berliner wollte die mehr als 600 Kilometer lange Strecke innerhalb von nur 96 Stunden absolvieren. Dieses Vorhaben verpasste er jedoch deutlich. Nach Ablauf der vier Tage hatte der Extremsportler erst rund 458 Kilometer geschafft. Trotz der Enttäuschung gab Saatçi aber nicht auf.
„Ich bringe das zu Ende“
In einem emotionalen Instagram-Post kündigte der 28-Jährige an, den Lauf trotzdem zu beenden. „Egal wie“, sagte Saatçi kämpferisch während des Marsches durch Kalifornien. Besonders motivierte ihn dabei ein persönliches Versprechen: Im Ziel wollte seine Mutter auf ihn warten. „Ich habe ihr versprochen, dass wir am Muttertag ein Eis essen gehen“, erklärte der Berliner.
Körperliche Belastung enorm
Während des gesamten Laufs kämpfte Saatçi sichtbar mit den extremen Belastungen. Immer wieder musste er kurze Gehpausen einlegen, weil sein Puls stark anstieg. Trotzdem setzte er anschließend erneut zum Laufen an. Besonders die Hitze entlang der Strecke machte dem Extremsportler massiv zu schaffen. Trotzdem zeigte Saatçi kurz vor dem Ziel noch beeindruckende Leistungen und lief teilweise ein Tempo von rund sechs Minuten pro Kilometer.
Fans fieberten live mit
Der Extrem-Lauf entwickelte sich in sozialen Medien zu einem riesigen Ereignis. Hunderttausende Menschen verfolgten den Livestream und feuerten den Berliner online an. Immer wieder tauchten auch Fans direkt an der Strecke auf, um Saatçi persönlich Mut zuzusprechen. Einige begleiteten ihn sogar für kurze Abschnitte seines Laufs.
Der Extremsportler verfügt mittlerweile über eine enorme Reichweite in sozialen Netzwerken. Auf YouTube folgen ihm rund 1,5 Millionen Menschen, auf Instagram sogar etwa zwei Millionen.
Riesiges Team unterstützte ihn
Hinter dem Lauf stand außerdem ein großes Unterstützerteam. Freunde, Bekannte und weitere Läufer begleiteten Saatçi im Schichtbetrieb. Zusätzlich kümmerte sich ein Physiotherapeut laufend um seinen geschundenen Körper. Vor dem Start hatte sich der Berliner außerdem mit großen Mengen an Lebensmitteln eingedeckt, um die enorme Belastung überhaupt bewältigen zu können.
Strecke sogar länger als geplant
Der Lauf startete ursprünglich im Badwater Basin im Death Valley, einem der heißesten Orte der Welt. Wegen mehrerer Umwege wurde die Strecke am Ende sogar länger als ursprünglich geplant. Insgesamt legte Saatçi laut Livestream rund 604,5 Kilometer zurück. Am Ende überwogen trotz aller Strapazen die Emotionen. Nach mehr als 123 Stunden erreichte der Berliner schließlich erschöpft, aber glücklich den Santa Monica Pier in Kalifornien.