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Julia Simon präsentiert ihre Medaillen bei den Olympischen Winterspielen 2026 nach dem Kreditkarten-Skandal und ihrer Kündigung durch die französische Zollbehörde.
Julia Simon sorgt trotz dreier Goldmedaillen bei Olympia 2026 nach dem Kreditkarten-Skandal und ihrer Kündigung erneut für Schlagzeilen.
Julia Simon sorgt trotz dreier Goldmedaillen bei Olympia 2026 nach dem Kreditkarten-Skandal und ihrer Kündigung erneut für Schlagzeilen.
APA-Images / REUTERS / Pierre Albouy

Kreditkarten-Skandal: Olympia-Siegerin Julia Simon gekündigt

11.05.2026 um 10:58, Jovana Borojevic
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Julia Simon sorgt erneut für Schlagzeilen: Nach dem Kreditkarten-Skandal wurde die dreifache Olympiasiegerin nun von der französischen Zollbehörde entlassen.

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Die französische Biathlon-Starathletin Julia Simon steht erneut im Mittelpunkt negativer Schlagzeilen. Nach ihrer Verurteilung im Kreditkarten-Skandal rund um Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet wurde die dreifache Olympiasiegerin nun von der französischen Zollbehörde entlassen. Trotz sportlicher Erfolge bei Olympia reißen die Konsequenzen für Julia Simon nicht ab.

Julia Simon im Kreditkarten-Skandal

Der Fall rund um Julia Simon sorgte bereits seit 2023 für große Aufregung im französischen Biathlon-Team. Die heute 29-Jährige soll mit der Kreditkarte ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet unerlaubt Online-Einkäufe getätigt haben. Laut französischen Medien ereigneten sich die Vorfälle zwischen Dezember 2021 und August 2022 in Östersund, Villard-sur-Doron und Sandnes.

Nachdem Justine Braisaz-Bouchet Anzeige erstattet hatte, beschäftigte der Fall Gerichte und den französischen Skiverband über Monate hinweg.

Die Folgen für Julia Simon

Der Kreditkarten-Skandal hatte für Julia Simon weitreichende Konsequenzen. Das Strafgericht in Albertville verurteilte die Französin zu drei Monaten Haft auf Bewährung. Zusätzlich musste sie Schadenersatz leisten.

Auch sportlich blieb der Fall nicht ohne Auswirkungen. Der französische Skiverband verhängte gegen Julia Simon eine sechsmonatige Sperre, wobei fünf Monate davon bedingt ausgesprochen wurden. Die Sperre trat im November 2025 in Kraft.

Julia Simon legt Geständnis ab

Lange hatte Julia Simon die Vorwürfe bestritten. Im Herbst 2025 folgte schließlich das öffentliche Geständnis vor Gericht. Die zehnfache Weltmeisterin räumte ein, mit der Kreditkarte ihrer Teamkollegin unerlaubt eingekauft zu haben.

Mit dem Geständnis wollte Julia Simon offenbar einen Schlussstrich unter die Affäre ziehen. Doch die Auswirkungen des Falls begleiten die Biathletin weiterhin.

Olympia-Erfolg trotz Skandal

Sportlich zeigte sich Julia Simon trotz aller Turbulenzen in absoluter Topform. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Antholz-Anterselva gewann die Französin gleich drei Goldmedaillen und zusätzlich Silber.

Damit gehörte Julia Simon zu den erfolgreichsten Athletinnen der gesamten Spiele und bestätigte ihren Status als eine der stärksten Biathletinnen der Welt.

Jetzt folgt die Kündigung für Julia Simon

Nun muss Julia Simon den nächsten Rückschlag verkraften. Die französische Zollbehörde, bei der die Biathlon-Olympiasiegerin seit 2019 angestellt war, beendete die Zusammenarbeit mit der 29-Jährigen.

Aufmerksam geworden waren Fans, weil bei der offiziellen Kaderbekanntgabe plötzlich der Hinweis auf die Zollbehörde hinter dem Namen von Julia Simon fehlte. Ein Sprecher bestätigte anschließend die Kündigung.

Julia Simon akzeptiert die Entscheidung allerdings nicht und legte Einspruch gegen die Entlassung ein. Bis zu einer endgültigen Entscheidung gilt sie laut französischen Medien weiterhin als „Team-Mitglied auf Bewährung“.

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