Andi Herzog: Das steht in seinem Buch

Eins sei vorab gesagt: Wenn das Buch nur ansatzweise so gute Geschichten erzählt, wie Andreas Herzog selbst in privaten Tischrunden, kann seine Biografie nur ein Bestseller werden. Österreichs Rekord-Teamspieler und Fanliebling hat viel zu erzählen – über seine Erlebnisse auf und abseits des Rasens. „An meine ehemaligen Deutschlehrer: Keine Sorge, das Buch habe natürlich nicht ich allein geschrieben, sondern mit Hilfe zweier Profis“, kündigt „Herzerl“ auf seiner Instagram-Seite an. Während der deutsche Sportjournalist Peter Niehm die Kapitel über die Stationen und wichtigsten Karriere-Highlights verfasste, übernahm mit Wolfgang Ilkerl ein waschechter Wiener und guter Kumpel von Andi Herzog die 103 lustigen Anekdoten.

Für alle, die sich jetzt fragen, warum es ausgerechnet 103 Geschichten sind – so viele Spiele hat der aktuelle Admira-Trainer Andi Herzog einst für das rot-weiß-rote Nationalteam absolviert. Natürlich sind seinen Erfahrungen mit dem ÖFB, sowohl als Spieler als auch als Trainer, einige Seiten gewidmet. Ebenso wie seinen Anfängen bei der Admira und seinen Erfolgen bei Rapid Wien und Werder Bremen. Und Andi wäre nicht Andi, würde das Buch nicht eine große Portion "Schmäh" beinhalten…

Andi Herzog und Frau Rehhagel

Andi Herzog spricht über die erste Begegnung mit Trainer Otto Rehhagel ­und mit dessen Frau Beate, die einst zu Bremen-Zeiten in sämtliche Transfergespräche involviert war. „Beate hat mich so ausgequetscht, hat mich mit Fragen gelöchert, hat nicht lockergelassen“, erzählt Herzog in einem Interview mit kreiszeitung.at. Am Ende überzeugte der Wiener aber auch Beate mit Herz und Schmäh…

 

Leg dich nicht mit dem Papa an

Eine Anekdote ist einem Telefongespräch zwischen seinem Vater Anton „Burli“ Herzog und dem damaligen U16-Teamchef Paul Gludovatz gewidmet. Nachdem der Trainer den Junior nach nur zehn Minuten ausgetauscht hatte, tobte der Papa am Telefon: „Geh, weißt was, schleich di! Ruf nie wieder an, und eins sag ich dir: Beruf den Andi ja nicht mehr ein.“

 

Seine Erfahrung mit Marko Arnautovic

Andi Herzog erzählt von seiner Zeit als U21-Teamchef und von Marko Arnautovic, der mit seinem Bentley und mit Schuhen in Neonrosa zum Training kam. „Solle Marko einen Zirkus machen, pfeife ich sofort ab und betonier ihm eine vor der ganzen Mannschaft“, meinte Herzog damals zu seinem Co-Trainer und früheren Kollegen Heimo Pfeifenberger.

Teamchef Andi Herzog?

Der Wiener äußert sich in seiner Biografie auch dazu, als ÖFB-Trainer zwar immer Kandidat, jedoch nie berücksichtig worden zu sein. "Es hat halt bisher ned sein sollen. I bin da jetzt nimmer mehr so verbohrt, i hab a gelernt, wenn‘s kommen soll, dann soll‘s kommen, und wenn es ned kommen soll, dann werd i Nationaltrainer der Malediven - mit 60.“

Autor: Sandra Eder, 11.11.2021