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Frontmann Till Lindemann singend und aufwendig geschminkt bei einem Konzert.
Frontmann Till Lindemann mit Rammstein auf Europa-Tour
Frontmann Till Lindemann mit Rammstein auf Europa-Tour
Malte Krudewig / dpa / picturedesk.com

Zoll-Fahndung vor Rammstein-Konzert

20.05.2024 um 10:24, Andrea Schröder
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Vor der Lindemann-Show der Krimi: Beim Konzert von Rammstein in Dresden rückte der Zoll an. Die Ermittler vermuten Schwarzarbeit hinter den Kulissen.

1300 Beschäftigte von mehr als 70 verschiedenen Firmen wurden bei dem Einsatz in Dresden geprüft. Heike Wilsdorf vom Hauptzollamt Dresden:

Geprüft wurde vor allem im Hinblick auf die Einhaltung ausländerrechtlicher Bestimmungen und ob die eingesetzten Kräfte durch ihre Arbeitgeber zur Sozialversicherung angemeldet wurden.

Heike Wilsdorf

Überraschung vor Peniskanone

Drei volle Tage dauerte die Überprüfung der Mitarbeiter. Clever: Einige Mitarbeiter wurden an Tag eins der Konzertserie schon im Außenbereichs des Geländes abgefangen und konnten so von Kollegen nicht gewarnt werden oder sich absprechen.

400 Verdachtsfälle

„In circa 400 Fällen werden sich weitere Prüfungen anschließen“, so die Zollsprecherin zum Ergebnis. „Landespolizei, Ordnungsamt und Ausländerbehörde waren mit vor Ort. So konnten Sachverhalte, die in deren Zuständigkeitsbereich fallen, direkt zur Klärung übergeben werden.“

Tour ist Megaerfolg

Rammstein traten im Rahmen ihrer „Europe Stadium Tour“ nach dem Start in Prag an insgesamt vier Abenden auf dem Messegelände in Dresden auf. Mehr als 200.000 Tickets wurden für die Shows verkauft.

Das sagt Security-Firma 

Gegenüber der "Bild" zeigte sich Sicherheits-Chef Martin Linnemann von „Ihre Wache GmbH“ kooperativ und begrüßte die Aktion sogar: 

In der Folge wird es nun zu routinemäßigen Überprüfungen der erhobenen Daten kommen. Wir sehen diesen Ansatz als wirksames Mittel, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung zu verhindern.

Martin Linnemann

Diesmal ohne Sex-Skandal?

Nach den schweren Sex-Vorwürfen gegen Till Lindemann wurde auch dieses Jahr auf die „Row Zero“ (ein schmaler Streifen zwischen erster Reihe und Bühne für ausgewählte Fans - meist weiblich) verzichtet.

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