Verrucht: ORF zeigt Sisi bei intimen Handlungen

Zu Weihnachten flimmert der Klassiker mit Romy Schneider über die meisten österreichischen Bildschirme. Die neue "Sisi"-Serie, die vom ORF gemeinsam mit RTL produziert wurde und bei der TV-Messe Mipcom in Cannes Premiere feierte, wird dies wahrscheinlich nicht tun. Die Serie unterscheidet sich vehement vom Original und zeigt eine neue, komplett verruchte Seite der Kaiserin. 

Masturbation und Prostitution

Gleich in der ersten Folge wird die 15-jährige Sisi (gespielt von Dominique Devenport) beim Masturbieren von ihrer Schwester erwischt. Diese wiederum gesteht, dass sie bei der Selbstbefriedigung an den Kaiser (gespielt von Jannik Schümann) denkt. Im weiteren Verlauf wagt sich Elisabeth sogar ins Bordell, um sich bei der Lieblingsprostituierten des Kaiser Rat zu holen. Definitiv kein Stoff für Weihnachten. 

Der Kaiser verbeugt sich vor Sisi

"Eigene Regeln und Gesetze"

"Wir haben eine eigene Welt entworfen mit eigenen Regeln und Gesetzen. Wir haben uns die Freiheit genommen, eine Welt zu kreieren, die sich historisch und authentisch anfühlt und wie wir sie cool finden", erläutert Regisseur Sven Bohse. Er wolle "viel Lust auf Unterhaltung machen", gleichzeitig aber auch die "Einzelschicksale der beiden Figuren beleuchten". Und was sollen eingefleischte Fans denken? "Ich würde mir wünschen, dass sie sich beim Schauen unserer Serie von dem Klassiker befreien", erklärt Darstellerin Dominique Devenport. Und fühlt hinzu: "Wir zeigen hier eine menschlichere, realistischere, vielseitigere Sisi und sind damit näher dran an der historischen Geschichte, was die Beziehung angeht."

Dominique Davenport and Jannik Schümann

Zweite Staffel fixiert

Übrigens: Eine zweite Staffel ist bereits fixiert. Auf der Streamingplattform tvNOW ist "Sisi" Ende des Jahres zu sehen, 2022 auch bei ORF und RTL. Auch Netflix ist auf den Zug aufgesprungen und dreht derzeit "The Express". Die Kaiserin wird uns also wieder öfter begegnen. 

Autor: Cornelia Scheucher, 12.10.2021