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Porträt von Patrice Aminati, Influencerin und Modedesignerin, die offen über ihre unheilbare Krebserkrankung und ihr aktuelles Gesundheits-Update spricht.
Patrice Aminati: Der Alltag wird durch intensive Behandlungen erneut komplett durcheinandergebracht.
Patrice Aminati: Der Alltag wird durch intensive Behandlungen erneut komplett durcheinandergebracht.
APA-Images / Action Press / Manfred Behrens

Patrice Aminati: Krebs mit neuen Metastasen diagnostiziert

07.04.2026 um 08:59, Yunus Emre Kurt
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Patrice Aminati: Der Krebs streut erneut in ihrem Körper, bringt den Alltag aus dem Gleichgewicht und sorgt für große Sorge um ihre Zukunft.

Krebs kehrt zurück – neuer schwerer Befund

Patrice Aminati steht erneut vor einem schweren Rückschlag. Die 30-Jährige berichtet im SWR-Format "Nachtcafé", dass ihr Krebs wieder streut und erneut Metastasen in einigen Organen festgestellt werden. Für die an unheilbarem schwarzem Hautkrebs erkrankte Ehefrau von Moderator Daniel Aminati bedeutet der neue Befund einen deutlichen Einschnitt in einer ohnehin belastenden Situation.

Alltag aus der Bahn geworfen

Die Diagnose verändert ihren Alltag deutlich. Ab Mitte der Woche ist sie nach eigenen Angaben voller Termine im Krankenhaus und bei Ärztinnen und Ärzten. Die eng getakteten Behandlungen und Untersuchungen reißen sie aus der Normalität, die sie sich in den vergangenen Monaten Schritt für Schritt zurückerobert hat.

Sie schildert, dass es ihr gelungen ist, wieder zu einem Alltag zu finden, diese mühsam aufgebaute Routine ist nun jedoch vorerst unterbrochen. Der neue Befund trifft sie emotional schwer. Solche Nachrichten machen viele Betroffene nach ihren Worten traurig, wütend und ängstlich. Sie beschreibt zudem Enttäuschung darüber, dass sich die Erkrankung trotz aller Bemühungen nicht im Zaum halten lässt.

Leben mit unheilbarem schwarzem Hautkrebs

Vor über drei Jahren erhält Patrice Aminati die Diagnose schwarzer Hautkrebs. Die Erkrankung gilt als unheilbar, die Therapien zielen nach ihren Worten auf eines ab: Es gehe bei der Behandlung um Lebensverlängerung.

Seit der Diagnose kämpft sie teils öffentlich gegen den Krebs und gegen Vorurteile gegenüber schwer Erkrankten. Medikamente helfen ihr, trotz der Belastung an öffentlichen Terminen teilzunehmen und ihren Weg sichtbar zu machen. Ihr offener Umgang mit der Krankheit ist Teil dieses Engagements.

Familie und die Angst, die Tochter nicht aufwachsen zu sehen

Ein zentraler Halt in dieser Situation ist ihre Familie. Patrice Aminati und der 52-jährige Moderator Daniel Aminati haben eine gemeinsame Tochter, die heute drei Jahre alt ist. Als bei ihr schwarzer Hautkrebs festgestellt wurde, war das Kind gerade einmal sechs Monate alt.

Ihre Tochter beschreibt sie als einen der größten Antreiber für ihren Lebenswillen. Zugleich geht das Paar behutsam damit um, wie viel das Kind von der Krankheit erfährt; die Tochter weiß nach ihren Angaben nur so viel wie nötig. Im SWR betont sie, dass sie es sich kaum vorstellen kann, ihre Tochter nicht aufwachsen zu sehen.

Patrice und Daniel Aminati sind mittlerweile getrennt: Nach drei Jahren Ehe hat Patrice die Reißleine gezogen. Als Grund nannte sie unterschiedliche Werte und Lebensvorstellungen, die sich letztlich nicht mehr miteinander vereinbaren ließen.

Appell gegen Stigmatisierung von Krebskranken

Über ihren persönlichen Fall hinaus verbindet Patrice Aminati ihre Auftritte mit einem gesellschaftlichen Appell. Im Gespräch mit dem Magazin BUNTE plädiert sie für mehr Toleranz und Verständnis gegenüber Erkrankten. Sie kritisiert, dass Menschen mit Krebs häufig stigmatisiert werden und sich zusätzlich zur körperlichen und seelischen Belastung mit Vorurteilen auseinandersetzen müssen.

Damit macht sie deutlich, dass ihr Engagement nicht nur ihrer eigenen Situation gilt. Ihr Auftritt im "Nachtcafé" und ihre öffentlichen Aussagen sollen dazu beitragen, den Blick auf Krebskranke zu verändern – weg von Stigmatisierung, hin zu mehr Respekt und Unterstützung.

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