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König Charles III. während seiner Karibikreise tanzend bei einem Umzug
König Charles III. hat während seiner Bahamas-Reise getanzt.
König Charles III. hat während seiner Bahamas-Reise getanzt.
APA-Images / AFP / BEN STANSALL

Maracas statt Zepter: König Charles tanzt auf den Bahamas

30.10.2026 um 11:44, Anna Kirschbaum
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König Charles III. hat auf den Bahamas Maracas geschüttelt und in Guyana einen eigens hergestellten Rum gekostet. Präsident Ali bat ihn auszutrinken.

König Charles III. hat auf den Bahamas das Tanzbein geschwungen: Zum Abschluss des ersten Teils seiner neuntägigen Karibikreise hat sich der Monarch auf den Bahamas unters Volk gemischt und bei einem Umzug mitgetanzt, Maracas inklusive. Damit endete der erste Teil seiner neuntägigen Karibikreise. Direkt danach ging es weiter nach Guyana, wo ein zweitägiger Staatsbesuch begonnen hat.

​Charles tanzt mit Maracas beim Umzug

So beschwingt hat man den Monarchen selten erlebt. Charles reihte sich in den Umzug ein und schüttelte dabei fröhlich die Rasseln. Ganz ohne ernste Töne kam die Station aber nicht aus: Charles sprach auf den Bahamas auch das Leid der Vergangenheit an.

​Ein eigener Rum für den König

In Georgetown wartete gleich das nächste Highlight: Bei einem Empfang bekam Charles einen Rum serviert, der eigens für ihn gebrannt wurde. Die Sonderedition aus dem Jahr 2026 heißt passenderweise „Royal Welcome“ und kommt von Banks DIH. Laut Gregory Garraway, dort Chef der Rumproduktion, hat der edle Tropfen mehr als 20 Jahre auf dem Buckel.

Charles schnupperte erst einmal genüsslich am Glas, nahm dann einen Schluck und war angetan. Sein Urteil auf Englisch: „Sehr gut.“ Präsident Mohamed Irfaan Ali ließ nicht locker und forderte ihn auf, das Glas zu leeren. Charles nippte noch einmal, winkte dann aber charmant ab: „Das ist sehr freundlich. Jemand anderer wird ihn austrinken müssen!“

​Eddy Grant und David Lammy unter den Gästen

Auch die Gästeliste konnte sich sehen lassen: Musiker Eddy Grant, gebürtiger Guyaner, der als Kind nach Großbritannien kam, feierte mit. Ebenfalls dabei war David Lammy, dessen Eltern aus Guyana stammen.

​Der ernste Hintergrund der Reise

Bei aller Feierlaune schwingt beim Besuch auch Politik mit: Es gibt Forderungen nach einer britischen Entschuldigung für die Beteiligung am transatlantischen Sklavenhandel und nach Reparationen. Von britischer Seite ist aktuell aber weder eine offizielle Entschuldigung noch eine Zusage für Zahlungen vorgesehen.

Für Guyana ist heuer ohnehin ein besonderes Jahr: Das Land feiert den 60. Jahrestag seiner Unabhängigkeit von Großbritannien.

​Nächster Stopp Antigua und Barbuda

Langweilig wird es dem König so schnell nicht: Nach Guyana geht es weiter nach Antigua und Barbuda. Dort eröffnet Charles einen Gipfel der Commonwealth-Staaten.

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