"Crazy Cheese"-Roland zurück im TV: "Ich denke, Gott prüft uns“
Inhalt
- "Villa der Versuchung": Darum wollte Sat.1 "Crazy Cheese"-Gründer Roland Ludomirska
- "Villa der Versuchung": Crazy-Cheese-Roland kämpfte mit Hunger, Schlafmangel und Verzicht
- Crazy Cheese: Während der Dreharbeiten wusste Roland Ludomirska noch nichts von der Insolvenz
- Nach Crazy Cheese: Roland Ludomirska träumt jetzt vom Dschungelcamp
Die "Crazy Cheese"-Insolvenz hat Roland Ludomirska in den vergangenen Tagen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Der Gründer der bekannten Käsegeschäfte sprach zuletzt offen über Existenzängste, schlaflose Nächte und den Verlust seines Privatvermögens. Jetzt schlägt der Unternehmer ein neues Kapitel auf. Der Publikumsliebling aus „Forsthaus Rampensau“ ist Kandidat der neuen Sat.1-Show „Villa der Versuchung“. Im exklusiven Gespräch mit weekend.at verrät er, warum ausgerechnet er für das Format ausgewählt wurde, wie hart die Dreharbeiten wirklich waren und weshalb ihn das Schicksal ausgerechnet in Thailand auf eine ganz besondere Probe stellte.
"Villa der Versuchung": Darum wollte Sat.1 "Crazy Cheese"-Gründer Roland Ludomirska
Mit „Villa der Versuchung“ erfüllt sich für Ludomirska der nächste Reality-TV-Traum. Gedreht wurde die Show in Thailand.
„Ich bin in der Sendung ,Villa der Versuchung' auf Sat.1 dabei. Die Folgen wurden in Thailand gedreht.“
Insgesamt kämpfen 14 Prominente um 250.000 Euro. Doch das Preisgeld schmilzt mit jedem Luxusartikel, jedem Snack und jedem Getränk, das sich die Kandidaten gönnen.
„Es gibt 250.000 Euro zu gewinnen, aber es gibt einen Haken. Alles, was wir Teilnehmer in der Villa verbrauchen, wird vom Gewinn abgezogen.“
Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen aufgeteilt: Sieben sollen sparen, sieben möglichst verschwenderisch leben. Dass ausgerechnet Ludomirska zu den „Verbrauchern“ gehört, kommt für ihn wenig überraschend.
„Der Sender hat unbedingt noch einen Verbraucher gesucht für das Format und da haben sie natürlich an mich gedacht.“
Den Grund dafür sieht er in seinem legendären Auftritt bei „Forsthaus Rampensau“, mit dem er österreichweit bekannt wurde.
„Forsthaus Rampensau hat mir so gut gefallen und der Sender hat Forsthaus Rampensau verfolgt und ich bin ihnen aufgefallen. Sie haben halt Verschwender gesucht. Das nehme ich als großes Kompliment.“
"Villa der Versuchung": Crazy-Cheese-Roland kämpfte mit Hunger, Schlafmangel und Verzicht
Wer bei einer Villa an Luxus denkt, irrt gewaltig. Für Ludomirska wurde das Reality-Experiment zu einer echten Belastungsprobe. Statt Komfort gab es kaum Essen, geschlafen wurde auf dem Boden und die Stimmung verschlechterte sich von Tag zu Tag.
„Im Vergleich zum Forsthaus Rampensau ist das Format echt hart, weil du hast nichts zu essen und musst am Boden schlafen.“
Der ständige Verzicht habe bei allen Spuren hinterlassen.
„Jeder in der Villa ist gereizt, weil man einfach auf alles verzichten muss.“
Eine Überraschung erlebte Ludomirska aber gleich zu Beginn der Dreharbeiten. Er war davon ausgegangen, als einziger Österreicher in dem deutschen TV-Format dabei zu sein. Umso größer war seine Verwunderung, als er weitere Landsleute unter den Kandidaten entdeckte.
„Ich dachte am Anfang, ich werde der einzige Österreicher drinnen sein, aber es waren noch andere.“
Crazy Cheese: Während der Dreharbeiten wusste Roland Ludomirska noch nichts von der Insolvenz
Heute wirken die Dreharbeiten fast wie ein Blick in eine andere Welt. Während Ludomirska in Thailand um den Sieg kämpfte, ahnte er noch nicht, dass ihn kurz nach seiner Rückkehr die Crazy-Cheese-Insolvenz einholen würde. Wochen später musste der Unternehmer nach fünf Jahren Kampf sein Lebenswerk loslassen. Zuvor hatte er alles versucht, um seine Käsegeschäfte zu retten – sogar sein Privatvermögen eingesetzt.
„Während der Dreharbeiten in der Villa wusste ich noch nichts vom Konkurs. Ich finde das interessant. Ich denke, Gott prüft uns.“
Erst vor wenigen Tagen erzählte Ludomirska im Interview mit weekend.at, dass sich die Insolvenz trotz aller Schmerzen am Ende wie eine Erleichterung angefühlt habe: „Es war ein Befreiungsschlag, die Insolvenz anzumelden.“
Nach Jahren voller Druck, Existenzängsten und der Angst, Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können, sei plötzlich eine enorme Last von seinen Schultern gefallen. Umso mehr habe ihn die Zeit in Thailand geprägt: „Ich habe in Thailand gesehen, mit wie wenig ich auskommen kann.“
Nach Crazy Cheese: Roland Ludomirska träumt jetzt vom Dschungelcamp
Mit „Villa der Versuchung“ kehrt Ludomirska zwar auf die TV-Bildschirme zurück, doch ein großer Traum ist noch offen.
„Ich würde gerne den Dschungel machen und war schon beim Casting, aber das hat nicht geklappt.“
Nach der Insolvenz möchte der Unternehmer den Blick bewusst nach vorne richten. Im Mittelpunkt stehen heute andere Dinge als Luxus oder Geld. Auf die Frage, worauf er niemals verzichten könnte, antwortet er ohne zu zögern: „Meine Familie und Videos machen. Ich bin gerne in Kontakt mit Menschen.“
Nach der wohl schwersten Zeit seines Lebens erfindet sich Roland Ludomirska nun neu als Reality-TV-Star. Und vielleicht führt ihn sein Weg schon bald ins nächste große TV-Abenteuer.