Durch KI: Toter Schauspieler kehrt in neuem Film zurück
Inhalt
- Val Kilmer und „As Deep as the Grave“: Das steckt dahinter
- Val Kilmer in „As Deep as the Grave“: Digitale Umsetzung durch KI-Rekonstruktion
- Val Kilmer und „As Deep as the Grave“: Rechtlich abgesichert
- Val Kilmer in „As Deep as the Grave“: Auch die Stimme rekonstruiert
Val Kilmer soll knapp ein Jahr nach seinem Tod im Indie-Film „As Deep as the Grave“ tatsächlich noch einmal auf der Leinwand erscheinen. Für viele Fans klingt das zunächst unglaublich – schließlich verstarb der Star erst vor kurzer Zeit. Doch die Filmbranche greift immer häufiger zu neuen technischen Möglichkeiten, um genau solche Projekte umzusetzen und verstorbene Schauspieler digital „zurückzubringen“.
Val Kilmer und „As Deep as the Grave“: Das steckt dahinter
Ursprünglich war Val Kilmer selbst für die Rolle im Film vorgesehen. Der Schauspieler sollte die Figur des Father Fintan verkörpern, einen katholischen Priester mit spiritueller Verbindung zur indigenen Kultur des amerikanischen Südwestens. Aufgrund seines angeschlagenen Gesundheitszustands konnte er jedoch nicht mehr an den Dreharbeiten teilnehmen. Regisseur und Autor Coerte Voorhees stand damit vor einer schwierigen Entscheidung und entschied sich letztlich aber bewusst dafür, an Kilmer festzuhalten und neue Wege zu gehen.
Val Kilmer in „As Deep as the Grave“: Digitale Umsetzung durch KI-Rekonstruktion
Gemeinsam mit dem Nachlass des Schauspielers setzte das Produktionsteam auf generative Künstliche Intelligenz. Dabei wurde umfangreiches Bildmaterial aus verschiedenen Lebensphasen Kilmers genutzt – sowohl aus jüngeren Jahren als auch aus späteren Aufnahmen. Auf dieser Basis entstand eine digitale Version des Schauspielers, die im Film eingesetzt wird. Ziel war es, die Darstellung möglichst authentisch wirken zu lassen und gleichzeitig unterschiedliche Altersstufen der Figur glaubwürdig abzubilden.
Val Kilmer und „As Deep as the Grave“: Rechtlich abgesichert
Damit ein solches Projekt umgesetzt werden kann, sind klare rechtliche Rahmenbedingungen notwendig. Die Produktion holte daher die Zustimmung von Kilmers Nachlass ein. Darüber hinaus wurde der Einsatz der digitalen Darstellung im Einklang mit geltenden Gewerkschaftsregeln organisiert und entsprechend vergütet. Unterstützung kam auch aus der Familie: Seine Tochter Mercedes Kilmer befürwortete das Projekt und betonte, dass ihr Vater neuen Technologien stets offen gegenübergestanden sei.
Val Kilmer in „As Deep as the Grave“: Auch die Stimme rekonstruiert
Ein besonders sensibler Aspekt war die Stimme des Schauspielers. Da Kilmers Sprechvermögen in seinen letzten Lebensjahren stark eingeschränkt war, musste auch diese rekonstruiert werden. Mithilfe vorhandener Audioaufnahmen wurde eine künstlich erzeugte Stimme entwickelt, die seiner ursprünglichen möglichst nahekommen soll. So entsteht im Film nicht nur ein visuell, sondern auch akustisch vollständiges Abbild des Schauspielers.