8,8 Millionen Euro Schulden: Manner-Zulieferer ist pleite
Ein bedeutender Akteur im Anlagenbau ist pleite: Über das Vermögen der Edtmayer Systemtechnik GmbH mit Sitz in Mödling wurde am Landesgericht Wiener Neustadt ein Konkursverfahren eröffnet. Das im Jahr 2012 gegründete Unternehmen hat auf Eigenantrag die Insolvenz angemeldet, wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Mittwoch bestätigt. Es geht um Forderungen in Millionenhöhe.
Hintergründe zur Edtmayer Systemtechnik GmbH
Die Edtmayer Systemtechnik GmbH hat sich seit ihrer Gründung auf die Entwicklung und den Bau von verfahrenstechnischen Spezialanlagen konzentriert. Das Unternehmen galt als wichtiger Partner für die Industrie. Wie viele Dienstnehmer aktuell von der Nachricht, dass der Betrieb pleite ist, betroffen sind, ist derzeit noch unklar. Auch die Frage, bis zu welchem Zeitpunkt die Löhne der Belegschaft beglichen wurden, muss im Zuge der Insolvenz erst geklärt werden.
Ursachen der Insolvenz und Vermögenslage
Die genauen Gründe für das Abgleiten in die finanzielle Schieflage müssen vom bestellten Insolvenzverwalter erst geprüft werden. Fest steht jedoch das enorme Ausmaß: Laut vorliegenden Unterlagen sind von der Insolvenz derzeit 75 Gläubiger betroffen. Die Gesamtforderungen belaufen sich auf rund EUR 8,8 Mio., wovon EUR 2,4 Mio. als nachrangig eingestuft werden. Das genaue Anlage- und Umlaufvermögen der Edtmayer Systemtechnik GmbH wird derzeit durch Gutachter geschätzt, um festzustellen, welche Werte in dem nun als pleite geltenden Unternehmen noch vorhanden sind.
Namhafte Kunden von der Pleite betroffen
Die Relevanz des Unternehmens zeigt sich an seiner Kundenliste. Zu den größten Auftraggebern der Firma zählen namhafte Marken wie Mars Austria, Manner, die NÖM, Coca Cola und Rauch. Die Insolvenz der Edtmayer Systemtechnik GmbH könnte somit Auswirkungen auf verschiedene Zulieferketten in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie haben.
Weitere Vorgangsweise und Verfahrensdaten
Bisher wurden keine Anträge auf Entschuldung oder einen Sanierungsplan eingebracht. Ob eine Sanierung geplant ist oder das Unternehmen nach der Insolvenz endgültig geschlossen wird, entscheidet sich im weiteren Verfahrensverlauf.
- Verfahrenseröffnung: 16.03.2026
- Insolvenzverwalter: MMag. Denise Rohringer
- Anmeldefrist für Forderungen: 07.05.2026
- Berichts- und Prüfungstagsatzung: 21.05.2026
Gläubiger können ihre Forderungen ab sofort über den AKV anmelden. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.