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Donald Trump spricht vor Journalisten und reagiert auf Kritik rund um seine umstrittenen Jesus-Bilder und den Konflikt mit Papst Leo XIV.
Donald Trump äußert sich öffentlich – der US-Präsident steht wegen neuer Jesus-Inszenierungen und des Streits mit dem Vatikan unter Druck.
Donald Trump äußert sich öffentlich – der US-Präsident steht wegen neuer Jesus-Inszenierungen und des Streits mit dem Vatikan unter Druck.
APA-Images / REUTERS / Jonathan Ernst

Trump zeigt sich mit Jesus: Streit mit Papst eskaliert

16.04.2026 um 09:04, Stefanie Hermann
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Donald Trump zeigt sich erneut mit Jesus und verschärft den Streit mit Papst Leo XIV. weiter. Kritik kommt aus Europa und den eigenen Reihen.

Donald Trump hat erneut ein Jesus-Bild veröffentlicht: Nur wenige Tage nach der ersten Kontroverse teilt der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social ein weiteres KI-generiertes Motiv. „Die wahnsinnige, radikale Linke dürfte das nicht mögen, aber ich finde das recht nett“, gießt Trump weiter Öl ins Feuer.

Das Timing ist brisant: Der Streit mit Papst Leo XIV. über den Iran-Krieg läuft bereits auf Hochtouren. Erst wenige Stunden zuvor hat Trump den Papst erneut frontal angegriffen und ihm „politische Fehlurteile“ vorgeworfen.

Neues Bild zeigt Trump mit Jesus

Das neue Bild zeigt Trump gemeinsam mit Jesus. Beide haben die Augen geschlossen, Jesus legt einen Arm um den US-Präsidenten. Ein gemeinsamer Heiligenschein umgibt die beiden Figuren, im Hintergrund ist die US-Flagge zu sehen.

Im ursprünglichen Posting ist davon die Rede, Gott spiele seine „Trump Card“.

Erstes Jesus-Bild sorgt für Kritik

Bereits am Sonntag hat Trump ein ähnliches Motiv veröffentlicht. Das KI-generierte Bild zeigt Trump in einer Jesus-ähnlichen Rolle bei einer Heilung. Zu sehen ist, wie Trump einem am Boden liegenden Mann die Hand auflegt, umgeben von Symbolen wie US-Flagge, Freiheitsstatue und einem Adler. Die Kritik fällt heftig aus – auch aus dem eigenen politischen Lager. Religiöse Unterstützer werfen Trump Gotteslästerung vor.

Wenig später wird das Bild gelöscht. Trump erklärt, er habe darin lediglich einen Arzt gesehen.

Neues Posting im Papst-Konflikt

Das zweite Bild ist eine klare Botschaft im laufenden Konflikt mit dem Papst. Auslöser des offen ausgetragenen Disputs ist der Iran-Krieg. Papst Leo XIV. hat die Militärschläge im Nahen Osten zuvor als „sinnlose und unmenschliche Gewalt“ kritisiert und zu einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen aufgerufen.

Der US-Präsident reagiert mit scharfer Kritik und bezeichnet den Papst unter anderem als „schwach“ und „schrecklich“.

Kritik aus Europa und den USA

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die eigentlich als enge europäische Verbündete des US-Präsidenten gilt, stellt sich offen hinter den Papst. Trumps Aussagen nennt sie „inakzeptabel“.

Auch in den USA sorgt die Debatte für Unruhe. Vor allem katholische Organisationen und konservative Christen reagieren sensibel auf die Darstellung.

Auch innerhalb der Republikaner fällt die Unterstützung verhalten aus. US-Vizepräsident JD Vance, der vor wenigen Jahren zum Katholizismus konvertiert ist, stellt sich zwar gegen den Papst, geht aber nicht auf die umstrittenen Bilder ein.

Politisches Risiko für Trump

Der Konflikt trifft Trump an einem sensiblen Punkt. Religiöse Wähler zählen zu seiner wichtigsten Basis.

Die wiederholte Inszenierung mit religiöser Symbolik sorgt gerade in dieser Gruppe für Kritik. Genau diese Gruppe reagiert besonders sensibel auf religiöse Symbolik – und könnte Trump Unterstützung kosten.

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