"Habe eigenes Flugzeug": Twitter-Perlen aus dem U-Ausschuss

Vor dem Untersuchungsausschuss erschien heute Unternehmer Siegfried Wolf. Beobachter sprechen von einer "Entschlagungsorgie".
Autor: Andrea Schröder, 06.04.2022 um 15:30 Uhr

Und der Rest ist Schweigen: So könnte man den Auftritt von Siegfried Wolf heute im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zusammenfassen - wenn da nicht der eine oder andere Schlagabtausch gewesen wäre. Auf Twitter dokumentiert, bilden Wolfs Aussagen zwar nur Nebengeräusche zur eigentlichen Causa - seiner letztlich erfolglosen Intervention beim Finanzministerium Steuerminderung.

Doch finden sich durchaus einige Schmankerl unter den (wenigen) Aussagen des Befragten. Etwa diese Antwort in Genossen-Manier:

Die Mitgliedschaft bei der Wiener SPÖ hat Wolf übrigens nach eigener Aussage zurückgelegt. Da passte er vielleicht auch nie so wirklich hinein, wie folgende Aussage unterstreicht:

Das Klischee will es außerdem so, dass wohlhabende Unternehmerpersönlichkeiten Golf spielen. Und wie so häufig ist an dem Klischee etwas dran, wie die Frage nach dem ehemaligen ÖVP-Generalsekretär Axel Melchior zeigt:

Insgesamt mangelt es Siegfried Wolf außer an Erinnerungsvermögen nicht an Vielem, vor allen Dingen nicht an Selbstbewusstsein:

Oder ist er doch ganz bescheiden und auf dem Boden geblieben? Der einfache Sigi von neben...

Nach Wolfs Befragung gibt Ex-Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) Auskunft. Er soll in Wolfs Steuercausa einbezogen gewesen sein. So schrieb Ex-Generalsekretär Thomas Schmid an Schelling: "Haben heute Einigung mit Sigi geschafft. 75:25. Er zahlt zwischen 7 und 8 Mio Euro nach."