ÖVP-Sachslehner rechnet ab: "An den Pranger"

Politik verkomme zu etwas, das sich nur noch selbst bediene: In "Am Pranger" rechnet Laura Sachslehner mit dem aktuellen System ab.
Autor: Stefanie Hermann, 01.12.2022 um 11:53 Uhr

Ex-ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner kann es nicht lassen. Bereits bei ihrem Rücktritt im September hat die ÖVP-Jungpolitikerin ordentlich gegen ihre Partei ausgeteilt. "Ich habe mich nie verbogen und werde das auch nicht in Zukunft tun", ließ Sachslehner damals wissen. Maßgeblich für ihren Rücktritt war die Auszahlung des Klimabonus an Asylwerber. Darin verortete sie nicht weniger als eine Werte-Aufgabe der ÖVP.  "Das ist nicht meine Welt." Die ÖVP gebe mit diesem Kurs ihre Werte auf, zeigte sich die 28-Jährige überzeugt.

Rücktritt: Sachslehner wettert gegen ÖVP

Politik bediene sich nur noch selbst

Mit ihrem aktuellen Buch dürfte die meinungsstarke Jungpolitikerin jetzt nachlegen, wie die Werksvorschau vermuten lässt. Nicht nur verkomme die Politik immer mehr zu etwas, das sich "nur noch noch selbst bedient und in einer kleinen Blase abspielt", ist da zu lesen. Sie habe vor allem den Kontakt zur jungen Generation verloren und kreise nur noch um sich selbst. "Statt jene, die daran Kritik üben, an den Pranger zu stellen, sollte sich die Politik mit den echten Sorgen ihrer Wählerinnen und Wähler befassen."

"Falsch verstandener Toleranzbegriff"

In zehn Kapiteln befasst sich Sachslehner mit dem, "was junge Menschen abseits des politischen Mainstreams bewegt – angefangen vom neu aufgeflammten Klimaaktivismus und einem falschen Toleranz-Begriff über Fragen der Identität und das Entsetzen über ein völlig gescheitertes Asylsystem."

Der Buch-Cover von Laura Sachslehners geplantem Buch. Darauf ist ein Foto von ihr abgebildet und der Titel "An den Pranger - Warum Meinung ind er Plitik wieder erlaubt sein sollte"

"An den Pranger" von Laura Sachslehner
Geplanter Escheinungstermin: Anfang 2023
Umfang: 180 Seiten
Seifert Verlag