Markus Marterbauer übernimmt: Er wird Bablers Nachfolger
- Babler zieht Konsequenzen
- Marterbauer soll übernehmen
- Zuvor zählt seine Genesung
- Wird er auch Bablers Nachfolger als SPÖ-Chef?
- Babler bleibt im Team
Nach turbulenten Tagen zieht die SPÖ einen Schlussstrich unter ihre Führungsdebatte. Andreas Babler gibt Anfang 2027 Parteivorsitz und Vizekanzleramt ab. Markus Marterbauer soll ihm als Vizekanzler nachfolgen.
Babler zieht Konsequenzen
Am Sonntag versammelte sich die SPÖ-Spitze in Wien, um einen Ausweg aus der Personaldebatte zu finden. Mit dabei waren die Landesparteivorsitzenden, SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner und ÖGB-Chef Wolfgang Katzian.
Am Abend hat Babler seinen schrittweisen Rückzug verkündet. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, wie sehr öffentliche Personaldebatten einer Partei schaden. „Das muss enden“, stellte er klar.
Seine Konsequenz: Anfang 2027 will Babler den Parteivorsitz und das Vizekanzleramt abgeben. Bis dahin begleitet er den Übergang selbst.
Marterbauer soll übernehmen
Die Nachfolge im Vizekanzleramt ist bereits geklärt. „Ich habe vorgeschlagen, dass wir Markus Marterbauer mit Beginn des nächsten Jahres als Vizekanzler an die Spitze der sozialdemokratischen Regierungsfraktion stellen“, so Babler.
Der 61-Jährige übernimmt damit eine zentrale Rolle bei der Neuaufstellung der SPÖ. Innerhalb der Partei gilt Marterbauer als vergleichsweise unumstritten, in aktuellen Rankings zählt er zu den beliebtesten Politikern Österreichs.
Zuvor zählt seine Genesung
Bevor der Wechsel vollzogen wird, steht allerdings Marterbauers Gesundheit im Vordergrund. Der Finanzminister ist an Krebs erkrankt und befindet sich in Behandlung. Im Oktober absolviert er die letzte Stufe seiner Chemotherapie. Anschließend soll er ausreichend Zeit bekommen, sich zu erholen.
Als Datum für die Übergabe wird der Beginn des kommenden Jahres angepeilt.
Wird er auch Bablers Nachfolger als SPÖ-Chef?
Politisch könnte das Vizekanzleramt für Marterbauer noch nicht das Ende der Neuaufstellung sein. Immer wieder fällt sein Name auch, wenn es um einen Kandidaten für den späteren Parteivorsitz geht.
Zumindest vorerst aber übernehmen andere: Eva-Maria Holzleitner und Philip Kucher sollen Babler zunächst unterstützen und die Partei nach seinem Ausscheiden bis zum Parteitag im Frühjahr 2027 führen.
Holzleitner hat bereits ausgeschlossen, danach selbst für den Bundesparteivorsitz anzutreten. Damit bleibt offen, wer die SPÖ dauerhaft führen wird.
Babler bleibt im Team
Für eine durchaus ungewöhnliche Konstellation sorgt Bablers eigene Zukunft. Der Bundesregierung will er auch nach seinem Ende als Vizekanzler und Bundesparteiobmann angehören. Marterbauer habe ihn gebeten, seine bisherigen Ressortaufgaben weiterzuführen.