Andreas Babler: SPÖ-Entscheidung ist gefallen!
Nach einer stundenlangen Krisensitzung der SPÖ gibt es nun eine Entscheidung über die Zukunft von Andreas Babler. Der SPÖ-Chef gibt mit Jahreswechsel sein Amt als Vize-Kanzler und den Parteivorsitz ab.
Zwei "Aufpasser" für Babler
Der Parteichef bleibt vorerst im Amt, muss sich die Führung künftig aber mit Klubobmann Philip Kucher und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner teilen. Ab Montag bekommt er quasi zwei „Aufpasser“ zur Seite gestellt, die ihn unterstützen sollen. Generell wirkt Babler gefasst, die Vorsitzdebatten würden der Partei schaden, das müsse enden. Es brauche eine handlungsfähige SPÖ in der Regierung.
Abgang mit Jahreswechsel
Mit Jahreswechsel gibt er das Amt des Vizekanzlers ab. Als Nachfolger wird Finanzminister Markus Marterbauer genannt, sofern es seine Gesundheit zulässt. Auch den Sitz als Parteichef der SPÖ wird er abgeben, Kucher und Holzleitner werden ab 2027 zunächst übernehmen. Ein genaues Datum wurde noch nicht genannt.
Der scheidende SPÖ-Chef betonte, dass er seinen Schritt freiwillig setze: "Ich habe mir bei der Übernahme des Parteivorsitzes geschworen anders zu sein - nicht persönliches Interesse in den Vordergrund sondern das Wohl der Bewegung vor alles andere zu stellen".
Zeiler brachte Debatte ins Rollen
Ausgelöst worden war die jüngste Führungsdebatte durch Medienmanager Gerhard Zeiler. Er hatte Ende September öffentlich angekündigt, für den SPÖ-Vorsitz zur Verfügung zu stehen. Daraufhin nahm der Druck auf Babler innerhalb der Partei deutlich zu. Am Sonntag kamen schließlich die neun Landesparteichefs sowie Vertreter der Bundesspitze in Wien zusammen, um über die weitere Vorgangsweise zu beraten.