Ist das unser neuer Bundespräsident? Pogo tritt an

Kurz ist weg, Pogo ist da! So ähnlich könnte man den 2. Dezember 2022 politisch zusammenfassen. Dr. Marco Pogo von der Bierpartei (BPÖ) hat heute bekanntgegeben, bei der Bundespräsidentenwahl 2022 antreten zu wollen.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 02.12.2021 um 13:02 Uhr

Der Parteivorsitzende der 2015 gegründeten Bierpartei - Dr. Marco Pogo - hat  in einem Interview angekündigt, dass er 2022 bei der Wahl zum Bundespräsidenten antreten will. Der 1986 in Wien geborene Pogo (bürgerlicher Name: Dominik Wlazny) ist studierter Mediziner, außerdem Musiker und Politiker. Von Konkurrenten wird er mit seiner Partei oft als "Spaßpartie" abgetan, 2019 beim ersten Antreten bei einer Wahl (Nationalratswahl) erreichte die BPÖ nur 0,1 Prozent der Stimmen. 2020 errang die Partei in Wien jedoch kleine Erfolge und konnte einzelne Mandate in 11 Wiener Bezirksvertretungen erringen (1,8 Prozent Gesamtstimmen), der Einzug in den Landtag wurde verfehlt. Marco Pogo zog selbst in den Simmeringer Bezirksrat ein.

Klare Ansage

Heuer im August impfte Marco Pogo vor einem Konzert seiner Band Turbobier in der Arena rund 30 Personen persönlich gegen das Coronavirus. Im November 2021 kamen scharfe Worte zur aktuellen Corona-Politik der Regierung. Pogo meinte, er wäre grantig: Es dürfe nicht sein, dass Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern wieder am Rande des Zusammenbruchs stehen. Er forderte klare Kommunikation und Entscheidungen und vor allem eine gesamtgesellschaftliche Solidarität. Heute gab er in einem Interview mit einer Vorarlberger Tageszeitung bekannt, dass er 2022 antreten will. Pogo ist 35 Jahre alt und hat damit das Mindestalter für die Kandidatur erreicht.