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Porträt der Kommitteevorsitzenden mit Handy
Berit Reiss-Andersen, Vorsitzende des Nobelpreiskommittees.
Berit Reiss-Andersen, Vorsitzende des Nobelpreiskommittees.
HEIKO JUNGE / AFP / picturedesk.com

Friedensnobelpreis 2021: Überraschung bei der Verkündung

08.10.2021 um 13:57, Andrea Schröder
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Ausgerechnet Vertreterinnen einer oft heruntergemachten Berufsgruppe erhalten heuer den Friedensnobelpreis: Die Journalisten Maria Ressa (Philippinen) und Dmitri Muratov (Russland).

Die Spekulationen haben ein Ende: Das norwegische Nobelkomitee hat verkündet, wer den Friedensnobelpreis 2021 erhält. Preisträger sind die Journalisten Maria Ressa und Dmitri Muratov. Sie werden für ihren Einsatz für Meinungsfreiheit ausgezeichnet. Diese sei Voraussetzung für Demokratie und anhaltenden Frieden, betonte die Vorsitzende des Nobelkomitees, Berit Reiss-Andersen, in Oslo.

Mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet

Porträts der beiden Preisträger
Maria Tessa und Dmitry Muratov: höchste Ehren für ihr Engagement.

Maria Ressa

Die philippinische Journalistin und Chefredakteurin  ist Gründerin des Nachrichtenportals „Rappler“. Ressa nutze die Meinungsfreiheit, um Machtmissbrauch und Gewalt in ihrem Land anzuprangern. Rund 20 Verfahren hat das philippinische Regime von Diktator Rodrigo Duterte gegen Ressa angestrengt. Ressa berichtet über Steuerhinterziehung und blutige Drogenfehden auf den Philippinen. Sie dokumentiert auch, wie soziale Medien von der Regierung für Fake News missbraucht werden.

Dmitri Muratow

Journalist in Russland und einer der Gründer der unabhängigen Zeitung "Nowaja Gaseta". Sie sei heute die unabhängigste Zeitung in Russland mit einer kritischen Haltung gegenüber den Mächtigen, heißt es in der Begründung. Die Zeitung sei eine der wichtigsten Informationsquellen für die Menschen in Russland. Seit Gründung der Zeitung wurden sechs Journalisten ermordet. 

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