Österreich: Nein zu afghanischen Flüchtlingen

15 Länder der EU haben beschlossen, insgesamt 40.000 afghanische Flüchtlinge aufzunehmen. Österreich ist nicht darunter.
Autor: Andrea Schröder, 10.12.2021 um 13:14 Uhr

Die Lage in Afghanistan ist nach der Machtübernahme der Taliban dramatisch. Rund 40.000 besonders schutzbedürftige Menschen aus Afghanistan sollen deshalb in Europa Zuflucht finden. Österreich werde sich an der Initiative aber nicht beteiligen, so die EU-Vertretung Österreichs in Brüssel.

Harter Kurs

Die meisten afghanischen Flüchtlinge, rund 25.000 Menschen, will Deutschland aufnehmen. In den vergangenen Monaten haben die EU-Staaten laut EU-Kommission bereits rund 28.000 Menschen aus dem Land evakuiert. Mit dem Nein zur Aufnahme setzt der neue Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) den Kurs seines Vorgängers und jetzigen Bundeskanzlers Karl Nehammer fort. 

Nahaufnahme eines MG mit Rose

Landau fordert Solidarität 

Die harte Linie gegen Flüchtlinge rief Caritas-Präsidenten Michael Landau auf den Plan. Er hoffe, dass sich Österreich doch noch an der Aufnahme von Flüchtlingen aus Afghanistan beteiligen wird. „15 EU-Länder wollen 40.000 besonders verletzliche Menschen aus Afghanistan aufnehmen. Dass Österreich bei dieser breit getragenen europäischen Solidaritätsaktion nicht dabei sein soll, halte ich für höchst bedauerlich“, erklärte Landau via Twitter. Und weiter: