Geheimbericht: Asylanträge in Österreich verdreifacht

In Österreich hat sich die Zahl der Asylanträge verdreifacht, so ein vetraulicher EU-Bericht. Brisant: Ukrainer sind nicht mitgezählt.
Autor: Stefanie Hermann, 23.01.2023 um 06:55 Uhr

Die Asylanträge sind europaweit 2022 massiv gestiegen. Wie die Europäische Kommission berichtet, wurden im vergangen Jahr in der EU 923.991 Asylanträge gestellt (+46,5 Proeznt). Spitzenreiter in der Gesamtmenge ist nach wie vor Nachbar Deutschland (222.467 Anträge). Österreich liegt mit der Anzahl der Anträge jedoch pro Kopf unangefochten auf Platz 1. In dem Bericht heißt es weiter: "Der größte absolute Anstieg wurde in Österreich (108.490) verzeichnet, wo die Zahl der Anträge sich gegenüber 2021 fast verdreifachte". Mit 108.490 Anträgen hat sich die Zahl im Vergleich zum Corona-Jahr 2021 hier verdoppelt. Das Schlusslicht bildet Ungarn. Hier wurden im vergangenen Jahr lediglich 46 Anträge gestellt.

Ukrainer nicht mitgezählt

Die meisten Antragsteller in der EU kamen 2022 von Syrern, gefolgt von Afghanen, Türken, Venezolanern und Kolumbianern. Ukrainische Flüchtlinge sind in dem Bericht nicht mitgezählt. Gemäß der Massenzustrom-Richtlinie erhalten sie automatisch einen humanitären Aufenthaltstitel. Der EU-Bericht geht von nahezu fünf Millionen Registrierungen für vorübergehenden Schutz von aus der Ukraine Geflüchteten aus.

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