Krebs-Update: So geht es Finanzminister Markus Marterbauer
Zwei Wochen nach Bekanntgabe seiner Krebserkrankung hat sich Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) am Montag erstmals wieder in der Öffentlichkeit präsentiert. Vor Beginn des Sommerministerrats der Bundesregierung in der Schwarzenbergkaserne bei Salzburg trat der Politiker vor die Presse, um über seine gesundheitliche Lage sowie aktuelle Erfordernisse der Finanzpolitik zu informieren.
Beginn der Chemotherapie und persönliches Befinden
Der Politiker, bei dem ein Lymphom – eine Krebserkrankung des Lymphsystems – diagnostiziert worden war, zeigte sich bei seinem Auftritt optimistisch. Zu seinem aktuellen Gesundheitszustand und dem bisherigen Verlauf der Behandlung äußerte sich der Minister gewohnt direkt: „Ich habe vor zwei Wochen mit einer Chemotherapie begonnen, die sehr gut verlaufen ist, war jetzt noch kurz auf Urlaub im Waldviertel und fühle mich fit.“ Die Behandlungen am Allgemeinen Krankenhaus (AKH) Wien werden so koordiniert, dass Marterbauer seine Aufgaben im Finanzressort vollumfänglich wahrnehmen kann.
Positive Bilanz beim Budgetvollzug und EU-Förderungen
Neben seinen persönlichen Worten nutzte Marterbauer den Termin in Salzburg für einen Sachstandsbericht zur finanziellen Lage der Republik. Der Bund befinde sich im ersten Halbjahr beim Budgetvollzug „über Plan“, da die ersten sechs Monate finanziell besser verliefen als ursprünglich veranschlagt. Auch bei den Bundesländern und Gemeinden zeichne sich eine stabilere Lage ab. Zudem verwies Marterbauer darauf, dass Österreich als eines von lediglich zwei EU-Ländern bereits sämtliche Mittel aus dem europäischen Resilienzfonds vollständig abgerufen habe, um damit gezielte Maßnahmen im Bereich des Klimaschutzes zu finanzieren.