Toyota bZ4X - Probesitzen im ersten E-Auto der Japaner

Toyota hat sich doch etwas Zeit gelassen, bis nun endlich das erste Elektroauto auf den Markt kommt. Was bei der Premiere auffällt? Ein sehr geräumiges E-Auto, das in der Klasse des RAV4 unterwegs ist und eines der wenigen E-Autos, das mit Allradantrieb vorfährt.
Autor: Werner Christl, 31.03.2022 um 10:57 Uhr

Der bZ4x mit Allrad

Ja, der Modellname ist ein Zungenbrecher. Leichter zu merken ist der Buchstabensalat bZ4x, wenn man den Grund für diese Bezeichnung kennt. Hinter dem “BZ“ versteckt sich die zukünftige Bezeichnung aller E-Autos bei Toyota. Die Abkürzung steht für „Beyond Zero". Die Zahl 4 und das X stehen quasi für den Allradantrieb. Letztere soll dank intelligentem Allradantrieb ein echter sein und auch einen Ausflug ins leichte Gelände ermöglichen. Es wurden also nicht einfach E-Motoren verbaut, sondern auch daran gedacht, das optimale Zusammenspiel der Antriebsräder untereinander zu ermöglichen. Das E-SUV hat in der Allradvariante zusätzlich zwei E-Motoren (109 PS) an der Hinterachse. Die Systemleistung beträgt 218 PS. Den bz4X gibt es auch mit Frontantrieb. 

Erster Eindruck

Rein optisch gesehen kann der Japaner seine Herkunft (Toyota) nicht leugnen. Scharfe, dynamische Kanten kennen wir von anderen Modellen. Insgesamt ein ziemlich dynamisches Outfit. Besonders Auffällig sind die schwarz gehaltenen Radkästen und Seitenschweller, die ein bisschen Offroad-Feeling vermitteln. Der Frontbereich soll an ein Hammerhai-Gesicht erinnern. Ähnlichkeiten mit dem RAV4 sind übrigens gewollt. Allerdings is das Schwestermodell eine Spur kürzer und der Radstand ist 160 Millimeter länger. Im Gegenzug ist der bZ4X um 85 Millimeter niedriger. Insgesamt wirkt er so sportlicher. 

Foto: ©Toyota

Reichweite

Die entscheidende Frage bei rein elektrisch betriebenen  lautet: Wie weit kommt man? Im Fahrzeugboden ist eine Hochvoltbatterie mit 71,4 kWh verbaut. Mit dieser sollen sich 450 Kilometer Reichweite realisieren lassen. Damit auch im Winter die Reichweite nicht zu stark schrumpft, hat der Japaner eine Wärmepumpe verbaut, die den Akku auf Betriebstemperatur bringt bzw. warm hält. Geladen wird an der hoffentlich zur Verfügung stehenden Schnell-Ladestation mit 150 kW in rund 30 Minuten. Dann ist der Akku zu 80 Prozent voll - danach geht es wie bei allen E-Autos etwas langsamer voran, um die Batterie zu schonen. 

Foto: ©Toyota

Innenraum Toyota bZ4X

Wer ein E-Auto sucht, das auch Platz bietet, sollte sich den Japaner durchaus ansehen. Viel Platz nicht nur vorne und im Kofferraum sondern vor allem auch auf den Rücksitzen. Dort gibt es gute Beinfreiheit. Im Kofferraum finden sich 452 Liter Ladevolumen. Generell geht das Cockpit als leicht spacig durch. Etwas meckern müssen wir ob des doch relativ hohen (härteren) Kunststoffanteils. Andererseits macht der Arbeitsplatz einen mehr als soliden und gut verarbeiteten Eindruck. Gelungen sind auch die Stoffapplikationen im Bereich des Armaturenbretts. Die wirken sehr ansprechend. Unter der Mittelkonsole befindet sich ein riesiges Ablagefach - das ist nicht nur praktisch sondern wirkt optisch sehr cool.

Fazit

Der erste Eindruck zeigt ein Auto mit guter Reichweite (ob dies stimmt, wird ein Test zeigen), sehr viel Platz, sportlichem Design und davon kann man bei Toyota ausgehen – guter Qualität. An die Modellbezeichnung haben wir uns gewöhnt, nachdem wir das Kürzel bZ4x in diesem Text ja öfter schreiben durften. Insofern werden wir alle den bZ4X verinnerlichen. Vor allem auch deshalb, weil das gesamte BEV-Sortiment aus dem Hause Toyota mit bZ gekennzeichnet werden.

Starttermin: Sommer 2022

Eckdaten:

Leistung FWD: 204 PS

Leistung AWD: 218 PS

Batterie: 71,4 kWh

0-100 km/h 6,9 (Allradversion)

Kofferraum: 410-452

Reichweite: Frontantrieb 392-450