Der große Hype ums Wohnmobil - Fluch oder Segen?

Der Run auf Wohnmobile, Vans, Camper und Co. hat natürlich den Vorteil, dass viele neue Modelle auf den Markt kommen und in Planung sind. Die Kehrseite: Die Preise für die individuelle Freiheit steigen gewaltig, auch bei Gebrauchten.
Autor: Lukas Steinberger-Weiß, 07.03.2022 um 13:15 Uhr

Während der Automarkt stagniert, gibt es ein Segment, das durch die Decke geht: Camper und Wohnmobile. Zuwachs­raten in den Zulassungen von rund 236 Prozent (2021 im Vergleich zu 2020) bei Wohnmobilen sind für die Branche ein Segen – für Käufer aber ein Fluch. Denn während fast keine Neuwagen zu bekommen sind, steigen die Preise am Gebrauchtwagenmarkt ins Unermessliche. Teilweise lassen sich Camper oder Vans mit Gewinn wiederverkaufen, also für mehr Geld, als man sie gekauft hat. Eigentlich am Automarkt gar nicht möglich. Die Situation 2022 dürfte ähnlich sein, der Boom ist ungebrochen und die Nachfrage wird schwer zu bedienen sein. Trotzdem zeigen wir die neuesten Modelle - aber schnell sein bei der Entscheidung:

Concorde Centurion Actros

Foto: ©Concorde

Die Reisemobile von Concorde sind wahre Hotels auf vier (oder sechs) Rädern. Der Centurion Actros basiert auf einem Mercedes-Truck und hat sogar eine Garage für das Auto vor Ort – in dem Fall ein Fiat 500. Preislich beginnt der Spaß bei 356.250 Euro – exklusive Fiat.

Renault Trafic Space Nomad

Foto: ©Renault

Mit dem Trafic SpaceNomad präsentiert Renault einen vielseitigen Campervan. Das Campingmobil mit Aufstelldach ist in zwei Längen (Fünf und 5,4 Meter), als Vier- und Fünfsitzer sowie mit einer großen Auswahl an Motoren von 110 bis 170 PS erhältlich.

Hymer T585

Foto: ©Hymer

Der teilintegrierte Camper Hymer T585 auf Mercedes-Basis wurde für das Modelljahr 2022 mit einem verbesserten Layout ausge­stattet. Verbessert wurde beim 7-Meter-Motorhome unter anderem das Badezimmer. Zu haben ist der neue Hymer ab rund 89.000 Euro.

Dethleffs Globevan e-Hybrid

Foto: ©Dethleffs

Camper lieben die Natur und wollen auch im Einklang mit ihr leben. Da passen spritfressende Autos oft gar nicht ins Konzept. Der Dethleffs Globevan löst das Problem und bietet einen Camper mit Plug-in-Hybrid an. Mit dem 13,6-­kWh-Akku lassen sich rund 50 Kilometer emissionsfrei
bewältigen.

VW Caddy California

Auch das kleinste Modell der Wolfsburger California-Family lässt den Ausflug in die Natur zu. Das Zelt wird einfach an die Tür des Vans angebaut und schon hat man ein erweitertes Schlafzimmer und eine kleine Küche mit viel Stauraum. Erhältlich ab 30.714 Euro.

Mercedes-Benz EQV

Foto: ©Mercedes-Benz

Die „Marco Polo“-Reihe von Mercedes ist sehr beliebt – der nächste logische Schritt? Vollelektrisch! Der EQV bietet die Basis und mit dem großen 90-kWh-Akku bis zu 363 Kilometer Reichweite mit einer Ladung. Bald erhältlich.

XBus

Foto: ©XBus

Ein spannendes Fahrzeug aus Deutschland. Der XBus ist modular aufgebaut und kann unter anderem mit einem Campermodul bestückt werden. Unter der Haube fließt nur Strom, in voller Ausbaustufe mit Solarmodulen bietet das Leichtfahrzeug bis zu 600 Kilometer Reichweite. Preis mit Campingmodul ab 32.642 Euro. Auslieferung ab 2022. Mehr Infos: xbus.at

Dethleffs Globetrail

Foto: ©Dethleffs

Dethleffs baut seit rund 90 Jahren Camper um und aus – jetzt gibt es erstmals einen Camper Van, der unter der Marke Dethleffs geführt wird. Basis ist zwar noch ein Fiat Ducato, das Auto trägt allerdings stolz die Dethleffs-Markenzeichen. Ab sofort erhältlich.