Unimarkt-Chef Andreas Haider im Gespräch

Die Unimarkt Gruppe engagiert sich schon seit vielen Jahren im Bereich Nachhaltigkeit. Welche Pläne haben Sie, um diese Philosophie noch stärker in den Vordergrund zu rücken? Ich möchte echte (SINNES-)Gemeinschaften gründen, die sich mit dem Thema „Nachhaltige Ernährung und Lebensstile und Wirtschaften“ in der gesamten Wertschöpfungskette, also von der Produktion bis zum Konsumentenverhalten, beschäftigen und sich darum bemühen.  

Wo wollen Sie mit Ihrem Angebot und Sortiment in den nächsten fünf Jahren stehen? Den Umsatz mit regionalen und ­lokalen Produkten von derzeit 20 % auf 30 % erhöhen sowie bei Bio-Produkten zumindest auf 12 % zu steigern.  

Sie sind bereits seit 2010 als Geschäftsführer bei Unimarkt und waren maßgeblich am Erfolg der „Kaufleute-Organisation“ beteiligt. Jetzt sind Sie alleinverantwortlich für dieses Unternehmen. Mit derzeit etwas über 130 Standorten österreichweit ja eine ordentliche Herausforderung. Was macht Ihnen dabei am meisten Freude bzw. was finden Sie besonders spannend und reizvoll dabei?  Ich liebe es, wenn ich Gründern bei der Verwirklichung ihrer eigenen Visionen und Ideen gut weiterhelfen kann. Besonders spannend dabei finde ich, wie sich die Menschen am eigenen Erfolg erfreuen und sich dadurch persönlich sehr gut weiterentwickeln. Mit fast siebzig Franchise-Standorten sind sie auch ein Konzept- und Know-how-Geber.  

Wie sehr gefällt Ihnen die Aufgabe des Franchisegebers? Als Franchisegeber und Präsident vom österreichischen Franchiseverband ist es eine Herzensangelegenheit von mir, selbstständige Unternehmer in die Franchise­familie zu holen, um mit ihnen gemeinsam das System weiterzuentwickeln.

Steckbrief Andreas Haider

Wann und wo haben Sie sich erstmals ernsthaft mit dem System Franchise auseinandergesetzt? Als wir im Jahr 1990 nach einer Erfolg versprechenden Lösung für die selbständigen Händler gesucht haben, damit wir uns gegen die zunehmende Filia­lisierung der Mitbewerber – ausgehend von Wien – stemmen konnten.  

Was finden Sie an Franchise besonders gut? Und was ganz speziell bei der Unimarkt Gruppe? An Franchise finde ich die partnerschaftliche Zusammenarbeit von zwei rechtlich selbstständigen Unternehmern auf Augenhöhe besonders gut – und das ganz speziell im eigenen Unternehmen in der Unimarkt Gruppe  

Sie wirken sehr sportlich. Was tun Sie für Ihre Fitness? Ich liebe Ausdauersport, der an die Jahreszeit angepasst ist. Aber meine große Leidenschaft ist der Marathon.  

Sie setzen einerseits auf hohe Qualität bei Ihren Mitarbeitern, andererseits sind Sie gerade dabei, mit der UNIBox ein neues Einkaufsgefühl mit Zutritt an 365 Tagen täglich zu schaffen. Wie meistern Sie diesen Spagat – auch in der Kommunikation?  Ist für uns kein Problem, da unser Schwerpunkt weiterhin die kompetente, herzliche Bedienung in unseren Märkten ist. Mit der UNIBox gehen wir nur an Standorte, wo sich persönliche Bedienung nicht mehr rechnet. Wir gewährleisten an sehr ländlichen Orten den Menschen eine Grundversorgung.  

Verraten Sie uns bitte Ihren „fast“ privaten Gedanken zu dem Slogan „Wir teilen den Genuss“. Unsere Kunden erhalten im Unimarkt nur hochqualitative Lebensmittel von ausgesuchten Produzenten, die fast überwiegend aus unserer Region kommen.  

Haben Sie als Kind noch bei einem Greißler eingekauft bzw. welche Erinnerungen verbinden Sie mit einer Greißlerei? Selbstverständlich kann ich mich noch an MEINEN GREISSLER erinnern, der die Grundnahrungsmittel noch UNVERPACKT über den Ladentisch gegeben hat. Es gab da auch noch die offenen Schnitten, Schlecker usw.  

Wo ist Ihr absoluter Lieblingsplatz in Oberösterreich? Auf der Mühlviertler Alm, hier kann man richtig entspannen.

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Autor: Friederike Ploechl, 01.06.2021