Magisches DUO - The LATEest Illusionists

Berufswunsch Magier schon seit Kindertagen oder ein langsam gewachsener Traumberuf? Wir wollen wissen, wie alles begann? Mit sieben Jahren bekam ich meinen ­ersten Zauberkasten, in diesem befand sich ein ganz besonderes Zauberkunststück. Dabei zeigte ich meinem damaligen „Publikum“ ein Ei und ein rotes Tuch. Mit ein paar magischen Bewegungen ließ ich dann das Tuch verschwinden und erntete dafür großen Applaus. Viel schöner noch als der Applaus war, dass ich mit diesen Tricks meiner Mutter ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Sie hatte es nicht leicht und sie fröhlich zu sehen, hat mir alles bedeutet.  

Mit Claudia hast du die perfekte Partnerin gefunden. Wie magisch war euer Kennenlernen? Das Kennenlernen fand statt, bevor wir uns dann 2018 tatsächlich trafen. Nach einigen Enttäuschungen hab ich mich mit einem ganz konkreten Ziel auf die überirdische Suche begeben und mir Claudia mit meinen Mentalfähigkeiten einfach im Universum bestellt. Man kann auch sagen, ich bin durch die Zeit gereist und habe mir meine Claudia in die Gegenwart geholt. Klingt vielleicht illusorisch, war aber genau so. Meine Frau hat mich dann in der Zeitung entdeckt und der Pfeil ist sofort in ihr Herz eingeschlagen. Es war bei uns beiden von Anfang an klar, dass es kein  „normales“ Date sein wird, sondern etwas kreativer sein musste. Eine Halloween-Party war dann die perfekte Bühne, um unserer Liebe Leben einzuhauchen.  

Warum hast du trotz des großen Erfolges als Volksmagier jetzt vor, dieses Image zu ändern? Rückblickend gesehen war es eine wunderbare Zeit, jedoch erkannte ich mit den Jahren, dass ich vom Publikum eher als herumhüpfender Entertainer ­gesehen wurde als ein ernst zu nehmender Magier. Ich war in der Schublade eines „Oktoberfest-Magiers“ gelandet. Auch bin ich jetzt mutiger, tatsächlich als Michael, so wie ich bin, zu verzaubern. Die Lederhose oder Umtatata-Klatsch-Musik brauche ich nicht als Unterstützung. Claudia und ich sind mit unserer Journey mitreißend genug. (Lacht.)

Claudia Machold & Michael Späth

Was ist euer Erfolgsgeheimnis? Wir entwickeln Illusionen, die es in dieser Form noch nie gegeben hat. Unser Wissen um die Kunst der Magie wird mit unseren persönlichen Erfahrungen und ganz viel Fantasie verknüpft. Wir zeigen, wie Träume wahr werden können – das ist für die Zuseher mitreißend. Dabei sind unsere Ideen grenzenlos.  

Kennt ihr Lampenfieber oder ist die Bühne euer Zuhause? Lampenfieber ist eines der wichtigsten Dinge überhaupt. Wenn man dieses Gefühl einmal nicht mehr hat, dann sind die Leidenschaft und das Feuer ­erloschen. Jeder Griff, jede Bewegung, jede Nummer wird geistig nochmals durchgespielt und dann geht es los. Klar, sind wir da aufgeregt. Es ist, als würden auch wir jedes Mal in eine ganz eigene, faszinierende Welt der Magie eintauchen. Eine Welt, wo auch wir nicht alles vorhersagen können. Aber genau das macht es aus. Es ist unser Zuhause, aber dieses Kribbeln soll bitte immer bleiben. Zu Hause und auf der Bühne.  

Wen würdet ihr gerne verzaubern oder verschwinden lassen? Das Corona-Virus.  

Welche Ziele habt ihr euch für die nächsten Jahre gesetzt? Wir werden die bekanntesten Magier des Universums.

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Autor: Friederike Ploechl, 01.06.2021