Müll – nicht reif für die Tonne

Müll – für manche ist er nur lästig, andere sehen darin auch die Basis für kreative Ideen oder den Anlass, Schrott, nicht Schrott sein zu lassen. Hier drei ganz besondere
österreichische Beispiele, die zeigen, was alles möglich ist.
Autor: Alexandra Nagiller, 07.10.2021 um 08:44 Uhr

trash_design

Egal ob Deko, Möbel oder Schmuck – bei trash_design findet Elektroschrott ein neues Leben. Dabei entstehen immer wieder neue Ideen – wie der Hocker aus einer Waschtrommel, Klemmbretter oder Uhren. Aber auch Bastler können ganz besondere Rohmaterialien kaufen: „Wir haben z.B. Bastler, die aus einer Toploader-Waschtrommel einen Erdkeller gemacht haben. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, verrät Michael Weber. Onlineshop: www.trashdesign.at

Foto: ©trash_design

R.U.S.Z. - Reparatur- und Service-Zentrum

Seit 23 Jahren kämpft Sepp Eisenriegler gegen die Wegwerfmentalität – und hat es mit seiner Hartnäckigkeit soweit gebracht, dass er in Brüssel an Bord ist, wenn es z.B. um Obsoleszenz (gezielte kürzere Lebensdauer von Geräten) geht. Schon jetzt müssen Hersteller bis zu zehn Jahre nach Ende der Produktion Ersatzteile vorrätig zu halten, ab 2025 dürfen kurzlebige Geräte nicht mehr angeboten werden – die Kriterien hat er mit ausgearbeitet. www.rusz.at

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Refished

Gestartet hat alles mit farbenfrohen Fischfutter- und Zementsäcken in Asien, aus denen die Salzburgerin Taschen und weitere Accessoires herstellte. Zurück in Österreich entwickelte sie die ersten Upcycling Kollektionen „Cement“ und „Fish“, die 2013 lanciert wurden. Mittlerweile gibt es auch die „Flags“ Kollektion aus gebrauchtem Fahnenmaterial und eine Schuh Kollektion mit stylischen Espadrilles aus Baumwollresten. www.refished. com

Foto: ©Refished