ESC-Knall: Diese neuen Regeln gelten ab 2027
Inhalt
- Sicherheitslage entscheidet über ESC-Gastgeber
- Mindestalter beim ESC steigt auf 18 Jahre
- Neue ESC-Regel für Live-Gesang
Neue Regeln beim Eurovision Song Contest: Ab 2027 verschärft die Europäische Rundfunkunion (EBU) die Vorgaben für den ESC. Betroffen sind die Sicherheitslage im Gastgeberland, das Mindestalter der Teilnehmer und der Live-Gesang auf der Bühne.
Sicherheitslage entscheidet über ESC-Gastgeber
Eine der wichtigsten neuen ESC-Regeln ab 2027 betrifft die Austragung. Ein Sieg bedeutet künftig nicht mehr automatisch, dass der Eurovision Song Contest im Gewinnerland stattfinden kann.
Herrscht dort ein bewaffneter Konflikt oder beeinträchtigt eine heikle geopolitische Situation die Sicherheit und Stabilität des Landes oder der unmittelbaren Region erheblich, kann der zuständige Sender von der Austragung ausgeschlossen werden. Die EBU kann bei Bedarf eine unabhängige Sicherheitsbewertung in Auftrag geben und anschließend einen alternativen ESC-Gastgeber bestimmen.
Ein konkretes Land nennt die EBU dabei nicht. Die Regel sorgt dennoch für Aufmerksamkeit: Israel erreichte beim ESC 2026 in Wien den zweiten Platz. Mehrere Medien bringen die Änderung mit den Debatten um Israels Teilnahme und einen möglichen Sieg des Landes in Verbindung.
Auch die Ukraine zeigt, welche Bedeutung die Sicherheitslage für den Song Contest haben kann. Nach dem ukrainischen Sieg 2022 konnte der ESC 2023 wegen des Krieges nicht in der Ukraine stattfinden. Stattdessen wurde der Wettbewerb im britischen Liverpool ausgetragen.
Mindestalter beim ESC steigt auf 18 Jahre
Auch für die Künstler gibt es ab 2027 eine wesentliche Änderung: Das Mindestalter beim ESC steigt von 16 auf 18 Jahre. Entscheidend ist das Alter am ersten Probentag.
Mit der neuen Altersgrenze sollen besonders junge Künstler vor dem hohen Druck geschützt werden, der mit einer Teilnahme am Eurovision Song Contest verbunden ist.
Neue ESC-Regel für Live-Gesang
Nachgeschärft werden außerdem die Vorgaben für den Gesang. Der Leadgesang beim ESC muss live auf der Bühne vorgetragen werden. Vorproduzierte Stimmen dürfen den Hauptgesang nicht ersetzen beziehungsweise übermäßig unterstützen.
Die EBU begründet die Präzisierung damit, die Integrität der Auftritte wahren zu wollen. Für das Publikum soll damit klar sein, dass der Lead-Gesang tatsächlich live zu hören ist.
Die neuen ESC-Regeln gelten ab 2027. Der nächste Eurovision Song Contest findet nach dem Sieg der bulgarischen Sängerin Dara beim ESC 2026 in Bulgarien statt.