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Caroline Athanasiadis während eines Termins
Enttäuscht über das vorzeitige Ende: Moderatorin Caroline Athanasiadis übt nach der Absetzung von Smart 10 deutliche Kritik am ORF.
Enttäuscht über das vorzeitige Ende: Moderatorin Caroline Athanasiadis übt nach der Absetzung von Smart 10 deutliche Kritik am ORF.
APA-Images / Andreas Tischler

"Muss endlich realisieren": ORF-Star tobt nach Show-Aus

03.06.2026 um 13:17, Marcel Toifl
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Die Absetzung der Quizshow Smart 10 sorgt für Wirbel. ORF-Moderatorin Caroline Athanasiadis zeigt sich zutiefst bestürzt über das überraschende Aus.

Wie nun bekannt wurde, verliert der öffentlich-rechtliche Rundfunk ein wichtiges Unterhaltungsformat. Die beliebte Quizshow Smart 10 wird im Zuge von Einsparungsmaßnahmen eingestellt. Die Kabarettistin und Moderatorin Caroline Athanasiadis, die das Format seit dem Jahr 2022 erfolgreich präsentiert, machte ihrem Ärger über die plötzliche Absetzung nun via Social Media Luft.

Moderatorin rechnet auf Instagram ab

Die Entscheidung des Senders, die Produktion einzustellen, kam für viele überraschend – für die „Dancing Stars“-Siegerin von 2021 zeichnete sich die Entwicklung jedoch bereits ab. Dennoch hält sie mit ihren Emotionen und ihrer Enttäuschung nicht hinterm Berg und teilte ein emotionales Statement mit ihrer Community: „Vielleicht habt ihr es schon gelesen. Smart 10 wird eingestellt und Q1 wird auch nicht weiter produziert. Ob es mit der Millionenshow weitergeht, steht in den Sternen. Es ist das Ende! Es war abzusehen, trotzdem ist es traurig.“

Besonders die Konsequenzen für die treuen Zuseherinnen und Zuseher im Jahr 2027 schmerzen die Moderatorin zutiefst. Sie sei schlichtweg „bin bestürzt“, dass dem Publikum künftig „160 Stunden lustig-informative Unterhaltung“ vorenthalten werden.

Harte Kritik am ORF-Sparprogramm

Neben den reinen Abschiedsworten findet die Kabarettistin auch sehr deutliche Worte für das generelle Vorgehen des Medienunternehmens. Der ORF befinde sich auf einem gefährlichen Sparkurs, der auf Kosten der eigenen Reichweite und Qualität gehe: „Am Programm zu sparen, hat schon sehr viele Zuseher*innen gekostet. Es wird auch dieses Mal passieren. Der ORF muss endlich realisieren, dass er nur mit vermehrt heimischen Inhalten stark sein kann.“

Die Mahnung der Moderatorin kommt zu einer Zeit, in der am Küniglberg nach der heiklen Direktoren-Wahl ohnehin stürmische Zeiten herrschen und vermehrt der Sparstift angesetzt wird.

Politischer Hintergrund und Appell an die Demokratie

Als wesentlichen Grund für das finanzielle Loch und das damit verbundene Aus von Formaten wie Smart 10 benennt Athanasiadis eine politische Entscheidung. Die Bundesregierung refundiere dem Sender demnach die Mehrwertsteuer nicht mehr, was bei regulären Wirtschaftsunternehmen gesetzlich eigentlich so vorgegeben sei.

Zum Abschluss ihres Beitrags richtet die Künstlerin daher einen eindringlichen Appell an die gesamte österreichische Bevölkerung sowie an die Entscheidungsträger in der Politik. Ein „unabhängiger öffentlich-rechtlicher Rundfunk“ sei für sie nämlich kein verzichtbarer Luxus, sondern stelle eine absolute „Grundvoraussetzung für eine funktionierende Demokratie“ dar. Ohne diese redaktionelle und finanzielle Unabhängigkeit gerate das demokratische System unweigerlich in Gefahr.

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