Essen und Trinken in Wels: Tipps für Genuss-Fans

Wels ist ein Paradies für jene, in deren Augen Speis und Trank Leib und Seele zusammenhalten. Welche kulinarischen Entdeckungen und Highlights man sich nicht entgehen lassen sollte.
Autor: Ute Daniela Rossbacher, 07.07.2022 um 09:52 Uhr

Beschauliche Urlaubsfreuden erwarten die Gäste der Stadt Wels. Dazu kulinarische Traditionen, die das Herz all jener, die gerade das Herzhafte lieben, höherschlagen lassen. Es lohnt sich daher, sich für die 800 Jahre alte Stadt in den Voralpen etwas mehr Zeit zu nehmen, um zum Beispiel im Rahmen eines verlängerten Wochenendes sich durch die Köstlichkeiten von Wels und seiner Umgebung durchzuprobieren.

Jahrhundertelange Schlierdüngung hat das Gebiet in und um Wels ur- und fruchtbar gemacht. Rund 80 landwirtschaftliche Betriebe im Bezirk sorgen dafür, dass hier die wichtigsten Zutaten gedeihen, die es für die typischen Spezialitäten der Region benötigt. Hier einige kulinarische Besonderheiten.

Blick auf eine Brücke in Wels | Credit: iStock.com/xeipe

Mit dem Nachtwächter in die Brauerei

Wenn Wels im Dunklen liegt, geht in bester Manier der Nachtwärter um – als Hüter der Stadt. Immer freitags. Ein stimmungsvoller Auftakt. Wer sich seiner Führung anvertraut, taucht nicht nur in die Welt der Welser Geschichte und Geschichten, sondern auch jene der Biere ein. In der bekanntesten Brauerei der Stadt findet der nächtliche Rundgang seinen Abschluss – bei der Verkostung des Welser Originals.

Ein Krügerl Bier neben einem Holzfass | Credit: iStock.com/RomoloTavani

Weinverkostung im Stift Kremsmünster

Im nahegelegenen Stift Kremsmünster gedeihen in den rund 50 Hektar umfassenden Weingärten jene köstlichen Trauben, aus denen Riesling, Grüner Veltliner, Zweigelt und Blaufränkisch entstehen. Eine Verkostung lässt sich gut mit einem Rundgang durch die altehrwürdigen Gemäuer des Benediktinerklosters verbinden, dessen Geschichte bis in das Jahr 777 zurückreicht.

Ein Glas Weißwein im Sonnenuntergang | Credit: iStock.com/Maria Korneeva

Röstfrischer Kaffeegenuss in Wels

Dass man in Wels guten Kaffee zu schätzen weiß, ist eine Sache. Aber weit weniger bekannt ist, dass die zweitgrößte Stadt Oberösterreichs auch eine eigene Rösterei sein eigen nennt. Bei einem Besuch kann man den Profis von dunkelhell, wie sich der Kaffeeerzeuger nennt, nicht nur über die Schulter schauen, sondern sich vom Duft frischer Bohnen zu einer Verkostung verführen zu lassen.

Frisch geröstete Kaffeebohnen neben einer Tasse Kaffee | Credit: iStock.com/amenic181

Mostfreuden unter freiem Himmel

Hinter dem Welser Traditionsbier und den edlen Tropfen aus Kremsmünster braucht sich der Most der Region keineswegs zu verstecken. Im Lauf der vergangenen Jahre hat das einst als Arme-Leute-Getränk geschmähte Erzeugnis gezeigt, wie viel geschmackliche Güte in ihm liegt. Die Äpfel und Birnen werden dafür handverlesen geerntet, um bestmögliches Aroma zu gewährleisten. Man sollte Wels nicht verlassen haben, ohne sich ein Glas genehmigt zu haben. Perfekt auch als Mitbringsel oder kulinarisches Souvenir für Zuhause.

Ein Glas Most im Sonnenuntergang | Credit: iStock.com/Flori0

Knödelkunst auf Welser Art

Wie vielfältig der Knödel geschmacklich sein kann, hat Oberösterreich seit jeher eindrucksvoll bewiesen. Die vermutlich besten Knödel der Stadt Wels gibt's laut Meinung vieler Bewohnerinnen und Bewohner beim Knödelwirt und im Gösserbräu. Ob als Hauptgericht oder Beilage genossen – mit einem Bier oder Most dazu schmeckt's gleich noch besser.

Knödel mit Kraut auf dem Teller serviert | Credit: iStock.com/bernjuer

Frisches Brot im Herzen von Wels

Gleich mehrere Bäckereien haben sich in Wels noch dem guten alten Handwerk verschrieben und sorgen mit ihren liebevoll hausgemachten Brot-Spezialitäten für höchsten Genuss. Pur nicht minder als mit für die Region typischen Aufstrichen wie Topfen- oder Erdäpfelkäs oder ganz einfach "Bradlfett". Gut möglich, dass es beim Brot allein nicht bleibt, sondern als Proviant für unterwegs noch ein oder mehrere Mohnflesserl mitrutschen.

Backfrisches Brot | Credit: iStock.com/Magone

Ein "Bradl" braucht's auch

Die Liebe zu deftigen Bratengerichten ist beim Blick auf die Speisekarten in den Lokalen von Wels nicht zu übersehen. Wie jene gelebt wird, bleibt Ansichtssache: Ob man den "Bradl" eher zum Knödel isst oder dann doch lieber umgekehrt, Hauptsache, es schmeckt!

Braten mit Knödel | Credit: iStock.com/bernjuer

Wels wohl genährt genießen

Wohl genährt und gestärkt von der Welser Küche, die übrigens auch köstliche vegane Varianten im Angebot hat, lässt sich die Stadt nun noch entspannter genießen – die Arkadenkonzerte im Sommer, der schmucke Burggarten, die Fußgängerzone, die alljährlich im Frühling mit einer außergewöhnlichen Dekoration die Passanten in Staunen versetzt. Die römische Spurensuche mittels der App "Helden der Römerzeit". Nicht zu vergessen die kulinarische Krönung des Jahres: die Genusswochen, zu der die Welser Gastronomie-Betriebe und Märkte laden.