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Schülerinnen beim gemeinsamen Essen | Credit: iStock.com/Halfpoint
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Schulessen: Viel Anspruch, wenig Alltag – warum kindgerechte Verpflegung mehr braucht als gute Vorsätze

12.02.2026 um 19:11, Online Promotion
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Österreichs Schulessen verfehlt oft den Anspruch: Der neue Report zeigt große Lücken zwischen Ernährungsbildung und tatsächlicher Verpflegung.

Fast jede Volksschule in Österreich setzt heute Maßnahmen zur Ernährungsbildung um. Workshops, Projekte, Aktionstage – das Bewusstsein ist da. Doch wie sieht es dort aus, wo Kinder täglich essen? 

Genau hier zeigt der zweite Teil des ersten österreichweiten Schulessens-Reports an Volksschulen, erstellt vom vorsorgemedizinischen Verein SIPCAN mit Unterstützung des Kinderverpflegungsspezialisten Goldmenü, ein ernüchterndes Bild: Zwischen Anspruch und Realität klafft beim Mittagstisch eine deutliche Lücke.

Die repräsentative Studie macht klar: Engagement allein reicht nicht. Denn nur knapp ein Drittel der Volksschulen kann nachweisen, dass ihr Mittagessen den Kriterien für kindgerechte Ernährung entspricht. Und das, obwohl die Erwartungen hoch sind – von Seiten der Schulen ebenso wie von Eltern.

Anspruchsvoll geplant, halbherzig umgesetzt 

Für den Schulessens-Report wurden 351 Volksschuldirektor:innen in ganz Österreich befragt. 97 Prozent der Schulen beteiligen sich an Initiativen zur Ernährungsbildung, 99 Prozent an Bewegungsprogrammen. Auch beim Mittagessen ist der Anspruch klar formuliert: vegetarische Optionen, regionale und saisonale Zutaten, Rücksicht auf Allergien, Unverträglichkeiten und religiöse Vorgaben. All das ist für die große Mehrheit der Schulen selbstverständlich.

In der Praxis zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Nur 63 Prozent der Schulleitungen wissen überhaupt, ob ihr Mittagstisch zertifiziert ist. Und von diesen verfügen lediglich 29 Prozent über eine Auszeichnung für kindgerechte Verpflegung. Besonders auffällig: In mehreren Bundesländern konnte keine einzige Schule eine entsprechende Zertifizierung bestätigen.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass der Stellenwert des Mittagstischs im Schulalltag oft unterschätzt wird. Wenn nicht klar ist, ob das angebotene Essen grundlegenden Qualitätskriterien entspricht, bleibt kindgerechte Verpflegung vielfach ein Anspruch auf dem Papier – nicht jedoch ein fixer Bestandteil des pädagogischen Alltags.

Zucker, der keiner sein will 

Ein weiterer kritischer Punkt ist das Getränkeangebot. Zwar steht an allen Schulen Leitungswasser zur Verfügung, doch bei jeder dritten Schule wird zusätzlich Sirup oder Verdünnungssaft angeboten – vor allem außerhalb Wiens.

Manuel Schätzer, Studienleiter und Ernährungswissenschaftler bei SIPCAN, bewertet diesen „versteckten Zucker“ als besonders problematisch: „Sirupe schmecken vielen Kindern gut, enthalten aber bis zu 75 Prozent Zucker, ohne als derartig süß wahrgenommen zu werden. Dabei enthält ein Glas Sirup-Getränk beinahe so viele Zuckerwürfel wie eine klassische Limonade.“

Schulessen ist Systemfrage – und Qualitätsfrage 

Ein Blick auf die Verpflegungsformen zeigt: 81 Prozent der Schulen arbeiten mit externen Essenslieferanten. Warmverpflegung (Cook & Hold) dominiert, vor allem dort, wo keine eigene Küche vorhanden ist. Wien setzt hingegen stark auf Cook & Chill – also frisch gekochte, rasch gekühlte Speisen, die erst vor Ort fertiggestellt werden.

Welche Lösung gewählt wird, hängt stark von der Infrastruktur ab. Doch eines ist klar: Die Verpflegungsart allein entscheidet nicht über Qualität. Entscheidend ist, wer dahintersteht – und für wen gekocht wird.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen 

Genau hier kommen spezialisierte Anbieter ins Spiel. Unternehmen wie Goldmenü, die sich seit Jahren auf Kinder- und Schulverpflegung konzentrieren, entwickeln ihre Menüs gemeinsam mit Ernährungswissenschaftler:innen und Diätolog:innen. Es geht dabei nicht nur um Nährwerte, sondern um Alltagstauglichkeit: passende Portionsgrößen, kindgerechte Zubereitung, verständliche Speisen und die Möglichkeit zu Auswahl.

Katharina Albrecht, Ernährungswissenschaftlerin bei Goldmenü, bringt es auf den Punkt: Kinder greifen eher zu Gemüse, wenn es klein geschnitten und sortenrein serviert wird. Klassiker wie eine Sauce Bolognese lassen sich durch Linsen und Gemüse aufwerten – ohne an Akzeptanz zu verlieren. Qualität zeigt sich nicht im Verzicht, sondern in der Machart.

Mehr Auswahl, mehr Akzeptanz 

Die Studie bestätigt diese Erfahrung. Während an 71 Prozent der Schulen mit Warmverpflegung nur ein Hauptgericht angeboten wird, können Standorte mit gekühlten oder tiefgekühlten Speisen deutlich häufiger zwei oder mehr Gerichte zur Auswahl stellen. Auch situationsbezogene Wahlmöglichkeiten sind dort wesentlich verbreiteter.

Gerade weil neue Speisen für viele Kinder eine Herausforderung darstellen, kann Auswahl ein entscheidender Faktor sein. Nicht als Luxus, sondern als pädagogisches Werkzeug.

Fazit: Schulessen braucht Haltung – und Profis 

Der Schulessens-Report zeigt klar: Der Wille ist da, doch die Umsetzung hinkt. Schulverpflegung wird vielerorts noch als organisatorische Notwendigkeit gesehen, nicht als gestaltbarer Teil des Bildungsalltags.

Dabei liegt genau hier großes Potenzial. Wer Kinder täglich erreicht, trägt Verantwortung – für Qualität, für Akzeptanz und für langfristige Essgewohnheiten. Spezialisierte Anbieter wie Goldmenü zeigen, dass kindgerechte Verpflegung kein Kompromiss sein muss, sondern Ergebnis von Know-how, Erfahrung und klarer Haltung.

Oder anders gesagt: Gute Vorsätze essen keine Teller leer. Gute Konzepte schon.

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