Köstlichkeiten für einen kühlen Kopf

Im Sinne traditioneller Heil- und Ernährungslehren weisen Lebensmittel von Natur aus thermische Eigenschaften auf. So wie Ingwer, Chili und Co. das innere Feuer entfachen, gibt es auch Köstlichkeiten, die Abkühlung von innen heraus versprechen. Gerade wenn die Sonne von früh bis spät vom wolkenlosen Himmel strahlt und die Beine sowie den Kopf schwer machen kann, empfiehlt es sich, die eine oder andere kühlende Köstlichkeit vermehrt auf den Speiseplan zu setzen.

Top 5 der kühlenden Lebensmittel

Die besten kulinarischen Gegenspieler bei sommerlicher Hitze haben naturgemäß im Sommer Saison. Die richtige Zusammenstellung und Zubereitung sorgt für den optimalen Geschmack und Bekömmlichkeit.

Smoothies für den Sommer | Credit: iStock.com/macniak

1. Obst & Gemüse

Beinahe alle rohen Obst- und Gemüsesorten können zu den kühlenden Lebensmitteln gezählt werden. Durch den Garprozess wird dieser Effekt jedoch abgemildert. Daher empfiehlt es sich in der warmen Jahreszeit am besten auf Rohkost, Salat, Kaltschale oder Bowle zu setzen. Ideal sind stark wasserhaltige Zutaten wie Tomaten, Gurken, Erdbeeren, Melonen oder Spinat. Süd- und Zitrusfrüchte sowie Bananen sind ebenfalls ideal. Freilich gibt es Ausnahmen: Zwiebel, Rotkraut, Kürbis und Kohl enthalten zwar ebenfalls viel Wasser, haben aber wärmende Wirkung; ähnlich wie Pfirsiche, Zwetschken und Kumquats.

Gemüse und Obst - nicht nur gesund, sondern auch wohltuend kühlend | Credit: iStock.com/ilona titova

2. Milchprodukte

Generell sind auch Erzeugnisse aus Kuhmilch für die warme Jahreszeit bestens geeignet – sofern man sie gut verträgt. Joghurt, Topfen und Frischkäse machen insbesondere in Verbindung mit Obst und Gemüse im Sommer eine gute Figur und sind wunderbar abwandelbar. Achtung bei Schaf- und Ziegenmilch, die die innere Wärme fördern.

3. Kräuter & Gewürze

In der fernöstlichen Küche weiß man längst um die wohltuenden Eigenschaften der aromatischen Geschmacksbringer. Fenchel, Koriander, Kardamom ordnen sich ebenso in die kühlende Riege ein wie Dill, Estragon, Basilikum, Salbei und Minze. Gerade deshalb sind sie in vielen mediterranen Speisen Fixstarter. Zudem spart ein verstärkter Einsatz die eine oder andere Prise Salz, was wiederum dem Wasserhaushalt wohltut.

4. Kokos

Ebenso aus dem Osten stammt die indische Lehre des Ayurveda, was übersetzt so viel wie „Wissen des Lebens“ bedeutet. Sie empfiehlt gegen inneres Feuer Kokosnüsse in jeder erdenklichen Form: Ob als Raspeln, Chips, Milch oder auch als Kokoswasser schaffen sie einen hervorragenden thermischen Ausgleich, wenn die Außentemperaturen erst einmal die 30 Grad-Marke geknackt haben.

"Cool down" mit Kokos | Credit: iStock.com/Luigi Giordano

5. Grüner Tee

Für Abkühlung aus dem Glas bzw. der Tasse sorgt neben zuckerfreien Mischgetränken aus oben genannten Zutaten auch grüner Tee. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, ist mit einem grünen Eistee mit Zitrone, Minze und Salbei bestens beraten. Auch ein Lassi aus Joghurt und beispielsweise Mango ist ein vorzüglicher Durststiller für heiße Tage. Vorsicht jedoch vor allzu kalten Getränken. Für die nachhaltige innere Kühlung des Körpers sind Limos aus dem Kühlschrank weniger geeignet.

Grundsätzlich gut gerüstet ...

... ist man gegen einen "Hitzkopf", wenn man schwere Kost meidet, Kaffee, Zucker und andere Genussmittel sparsam zu sich nimmt und stattdessen ausreichend Wasser trinkt und der leichten Sommer-Küche den Vorzug gibt. Wer Fleisch und Fisch isst, sollte gerade im Sommer bei den Zutaten auf Gemüse und Salate setzen. Wie immer gilt: Die richtige Mischung macht’s und sorgt für die nötige Balance.

"Zitrus-Frostbeulchen"

Auf der Suche nach einem sommerleichten Dessert? Wie wäre es mit köstlichen Zitronen-Törtchen?

Zutaten für 10 – 12 Törtchen:

Muffins-Blech & passende Papier-Förmchen

Zubereitung:

Backrohr auf 185° C Umluft vorheizen. Das Muffins-Blech mit den Förmchen auslegen. Die trockenen Zutaten vermengen. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, die restlichen Zutaten zugeben und durchrühren. Die trockenen Zutaten unter die feuchten Zutaten heben und mit einem Löffel in die Förmchen füllen. Anschließend ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).

Spezialtipp:

Für noch den zusätzlichen Frische-Kick: (Mandel-)Frischkäse mit gehackter Melisse, Zitronenzesten und etwas Birkenzucker verrühren und die Törtchen damit toppen.

Hinweis

  • 100 g Dinkelmehl (glutenfrei: Reismehl)
  • 50 g gemahlene Haferflocken (glutenfrei: Hirseflocken)
  • 80 g gemahlene Mandeln
  • 40 g
  • 2 EL Chia-Samen
  • 2 TL Backpulver
  • 2 reife Bananen
  • 2 EL Birkenzucker (alternativ: Rohrohrzucker)
  • 50 ml neutrales Pflanzenöl
  • 170 g Kokosjoghurt
  • Saft und Schale einer 1 Bio-Zitrone
  • 1 Prise Meersalz
  • je 1 Msp. Vanille gemahlen, Kardamom gemahlen (optional)
  • nach verwendeten Zutaten ist das Rezept vegan, glutenfrei und ohne weißen Zucker bzw. zuckerfrei.

     

Muffins-Blech & passende Papier-Förmchen

Zubereitung:

Backrohr auf 185° C Umluft vorheizen. Das Muffins-Blech mit den Förmchen auslegen. Die trockenen Zutaten vermengen. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, die restlichen Zutaten zugeben und durchrühren. Die trockenen Zutaten unter die feuchten Zutaten heben und mit einem Löffel in die Förmchen füllen. Anschließend ca. 30 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).

Spezialtipp:

Für noch den zusätzlichen Frische-Kick: (Mandel-)Frischkäse mit gehackter Melisse, Zitronenzesten und etwas Birkenzucker verrühren und die Törtchen damit toppen.

Hinweis:

Je nach verwendeten Zutaten ist das Rezept vegan, glutenfrei und ohne weißen Zucker bzw. zuckerfrei.

Leichter Genuss an heißen Tagen: Zitronentörtchen | Credit: Bettina Fleiss

Zur Autorin

Die Welt vor der Haustür immer wieder neu entdecken und in den eigenen vier Wänden nach Herzenslust kreativ sein: Passion Author Bettina Fleiss liebt es, auf Erkundungstour durch ihre Heimatstadt Salzburg zu gehen. Daheim angekommen kocht und backt sie nach Herzenslust. Um kulinarische Genüsse und Lebensmittel, die unserer Gesundheit Gutes tun, drehen sich auch ihre Beiträge für www.weekend.at. Wir freuen uns und sagen "Mahlzeit"!

Autor: Bettina Fleiss, 14.06.2021