Safran - die roten Wunderfäden

Safran ist mehr als ein Gewürz, das Speisen eine leuchtend-gelbe Farbe verleiht: In ihren Heimatländern sind die von Hand gepflückten Fäden vor allem wegen ihrer heilenden Kräfte begehrt. Da die Hauptwirkungen des Safrans Entzündungshemmung, Schmerzlinderung und Antioxidation sind, ist es also kein Wunder, dass diese Medizin aus der Natur bei verschiedenen Erkrankungen zum Einsatz kommt. Von Magenschmerzen bis Nierensteinen kann man damit fast alles behandeln. Sogar Augenleiden kurieren: Wer beispielsweise von regelmäßiger Computerarbeit gerötete, müde oder gar schmerzende Augen hat, kann mit einem Mix aus Safran und Curcumin vorbeugen. Die Substanzen sind vor allem in Kombination sehr gute Radikalfänger und Förderer der Durchblutung kleinster Blutgefäße.

Stimmungshoch

Safran reguliert im Körper zudem die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol und gleicht gleichzeitig den Serotonin- und Dopaminspiegel – die Botenstoffe des Glücks – aus. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das teuerste Gewürz der Welt ein gutes Mittel gegen Angststörungen sein kann. Im Orient gilt Safran zudem als Mittel, um Herz und Kreislauf zu stärken, die Konzentration zu fördern, und wird im Iran gegen Erkältung, Fieber, Entzündungen und Asthma eingesetzt. Mit dem Extrakt aus den roten Fäden lässt sich so ziemlich alles würzen, was bei Ihnen täglich auf den Tisch kommt: Von der morgendlichen Eierspeis, dem Butterbrot, über die Gemüsecremesuppe und die Thunfischnudeln bis hin zu Polenta, Mahlzeiten aus Fleisch & Fisch und sogar der Gute Nacht-Tee.

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 10.03.2021