Eistrends 2026: Matcha, vegan & mehr
Inhalt
- Eis im Umbruch: Pflanzlich, bewusst und hochwertig
- Zurück zum Geschmack: Klassiker neu interpretiert
- Trend-Sorten 2026: Von Matcha bis Social Media Hype
- Community & Kreativität: Eis als Erlebnis
Das Stanitzel vom urbanen Hotspot, der Becher im Dorfcafé oder der schnelle, eisige Seelentröster aus dem Supermarkt: Die Lust auf Eis ist zurück. Was lieben Schleckermäulchen in dieser Saison? Wir haben schon mal gustiert. Eis war einmal simpel: Milch, Zucker, ein Hauch von Frucht oder Schoko. Heute entscheiden nicht nur Rezeptur und Geschmack, sondern auch das Zusammenspiel aus Optik und Erlebnis – vielfach auf veganer Basis.
Eis im Umbruch: Pflanzlich, bewusst und hochwertig
Es geht um Cremigkeit, Textur, Geschmack – und diesen einen perfekten Moment beim ersten Löffel.
„Es geht um Cremigkeit, Textur, Geschmack. Und diesen einen Moment beim ersten Löffel“, sagt Rebecca Göckel, Gründerin und Geschäftsführerin der Eismarke Nomoo. Ein Blick ins Tiefkühlregal zeigt: Pflanzliches Eis wird erwachsen. Neue Formeln setzen auf Soja, Kokos oder Hülsenfrüchte und treffen damit den Zeitgeist einer Generation, die ganz bewusst genießen will. Auch in Österreich ist dieser Wandel in der Vitrine klar spürbar. „Die Nachfrage nach Milchalternativen wächst kontinuierlich“, sagt Andrea Blochberger vom Eis-Greissler. Gleichzeitig rücken hochwertige Rohstoffe, Regionalität und natürliche Zutaten stärker in den Fokus.
Zurück zum Geschmack: Klassiker neu interpretiert
So feiern Klassiker ein Comeback, allerdings in besserer Qualität: mit echter Vanille, hochwertiger Schokolade und frischen Früchten. Doch nicht nur die Basis verändert sich, auch geschmacklich wird Eis mutiger.
„Besonders gefragt sind außergewöhnliche, aber gleichzeitig authentische Kombinationen“, so Blochberger. Frucht-Kräuter-Mischungen wie „Marille und Rosmarin“ oder „Erdbeere und Basilikum“ liegen im Trend, ebenso Sorten mit Honig oder regionalen Spezialitäten.
Visuell ansprechende Produkte können schnell große Aufmerksamkeit erzeugen – gleichzeitig wächst der Wunsch nach Authentizität und echter Handwerkskunst.
Trend-Sorten 2026: Von Matcha bis Social Media Hype
Während hier Tradition neu interpretiert wird, kommen andere Impulse direkt aus der Popkultur und dem Social-Media-Universum. Sorten wie „Matcha“, inspiriert von viralen Drinks, zeigen, wohin die Reise geht.
„Visuell ansprechende Produkte können schnell große Aufmerksamkeit erzeugen“, erklärt Blochberger. Gleichzeitig wachse aber der Wunsch nach Authentizität und echter Handwerkskunst.
Community & Kreativität: Eis als Erlebnis
„Wir haben unsere loyalen Follower, deswegen schaffen wir es, die Trends selbst zu steuern“, sagt Cecilia Havmöller, Gründerin des Kultlabels Veganista. „Wir zeigen, wie wir die Sorten herstellen und welchen Aufwand wir betreiben.“
2026 werden laut der Eisexpertin Sorten wie „Erdbeer-Tiramisu“, „Zitronen-Tiramisu“, „Dolce Vita“ oder „Arabian Nights“ trenden: mit Kuchenstückchen, Nüssen oder selbst gemachten Saucen. Eis schaffe in turbulenten Zeiten auch „etwas Ablenkung“, sagt Havmöller und erlaube „eine kurze Reise in eine andere Welt mit viel Leichtigkeit“.
Cremig trifft dabei auf fruchtig, süß auf leicht säuerlich; das klassische „eine Sorte, ein Geschmack“-Prinzip wirkt fast schon überholt. Ein Blick auf „Arabian Nights“ zeigt, wie das konkret aussieht – und schmeckt: Kardamomeis auf Sojabasis trifft auf Dattelkaramell, Schokofudge und gehackte Pistazien – opulent, würzig und sehr international.