Worauf man bei Wanderschuhen achten sollte

Wandern hat sich im Lauf der vergangenen Jahre zu einer Trendsportart unter jungen und älteren Naturfreunden entwickelt und rangiert mittlerweile auf Rang fünf der populärsten Sportarten Österreichs. Lediglich Radfahren, Schwimmen, Laufen und Ski fahren stehen höher in der Gunst unserer Landsleute. Verantwortlich dafür dürften neben den atemberaubenden Naturschauspielen, mit denen ein Wanderausflug auftrumpfen kann, auch die vielen mit ihm einhergehenden gesundheitsfördernden Effekte sein: von einer Stärkung des Herz-Kreislauf- und Immunsystems über ein Kräftigen der Knochen sowie Gelenke bis hin zur Linderung psychischer Probleme. Viele Gipfelstürmer sind jedoch mit minderwertigem oder für ihre Füße ungeeignetem Schuhwerk unterwegs, was den Wanderspaß schmerzhaft trüben kann.

Falsches Schuhwerk kann rasch zu Gelenkschmerzen führen

Spaßbremsen

Schließlich haben unsere Füße auf einer Wandertour die schwerste Last zu tragen und die meiste Arbeit zu verrichten. Ein Schuh der schlecht sitzt, über eine ungenügende Sohle verfügt oder aus billigem Material gefertigt wurde ist ihnen dabei keine große Hilfe. Vielmehr befördert er das Auftreten quälender Blasen und Gelenkschmerzen, züchtet Schweißfüße heran und erhöht das Verletzungsrisiko, da er zu einer raschen Ermüdung der Füße beiträgt. Es lohnt sich daher in mehrerlei Hinsicht, den Kauf von Wanderschuhen nicht zu überstürzen, sondern sich vorab Gedanken über das ideale Modell zu machen sowie in weiterer Folge bestimmte Qualitätskriterien zu beachten.

Wanderschuhe und -socken geben den Füßen Halt und verhindern Schweißbildung

Das passende Modell

Für kürzere Touren von bis zu drei Tagen und mit moderatem Schwierigkeitsgrad ist beispielsweise ein klassischer Wanderschuh aus Nylon oder Leder mit fester Sohle die optimale Wahl. Wer jedoch mit schwerem Gepäck unterwegs ist und sich in einem anspruchsvolleren Gelände bewegt, sollte zu einem wasserdichten, gut gedämpften Trekkingschuh mit griffiger Sohle greifen. Passionierte Alpinisten, die auch vor Schnee und Eis nicht zurückschrecken, sind wiederum mit einem Alpinschuh bestens bedient.

Wie maßgeschneidert

Egal für welches Modell man sich schlussendlich entscheidet, dürfen Wanderschuhe auf keinen Fall zu klein gekauft werden. Da ein ausgedehnter Wandertag unsere Füße anschwellen lässt und selbige beim Bergabgehen über ausreichend Spielraum im Zehenbereich verfügen müssen, sollte für letzteren ein guter Zentimeter einkalkuliert werden. Darüber hinaus sollten die Schuhe ein hochwertiges Fußbett aufweisen, das sich dem Fuß anpasst und dadurch ein perfektes Verteilen des Körper- und Rucksackgewichts ermöglicht, wodurch das Aufkommen von Druckstellen vermieden wird. Ferner sollte die Schuhsohle den Druck, der bei einem Tritt auf einen Stein oder eine Wurzel entsteht, über die gesamte Fußfläche verteilen, damit die Füße nicht zu schmerzen beginnen. Eine atmungsaktive Sohle beugt zudem einem Hitzestau in den Schuhen und somit einer Schweißfußbildung vor. Die dazugehörigen Wandersocken sollten übrigens aus Baumwolle gefertigt sein, da selbige sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und dabei formstabil bleiben, was das Risiko einer Blasenbildung ebenfalls mindert.

Autor: Stefan Kohlmaier , 16.09.2020