Sicher auf der Piste: Das solltest du diesen Winter wissen!
Skifahren zählt in Österreich zu den beliebtesten Sportarten, aber auch zu jenen mit den meisten Freizeitunfällen. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht – und aus dem Skitag wird schnell ein Fall für Rettung, Arzt oder sogar Hubschrauber.
Allein in der Wintersaison 2023/24 wurden in Österreich über 7.500 alpine Unfälle registriert. Rund 70 Prozent davon ereigneten sich auf gesicherten Pisten und Skirouten – also genau dort, wo sich viele in trügerischer Sicherheit wiegen.
Die Ursachen sind oft ähnlich: hohe Geschwindigkeit, volle Abfahrten, Müdigkeit am Nachmittag oder Selbstüberschätzung. Auch erfahrene Skifahrerinnen und Skifahrer sind davor nicht gefeit. Viele gehen dennoch davon aus, dass im Ernstfall ohnehin alles von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen wird. Das ist ein Irrtum.
Warum die gesetzliche Absicherung oft nicht reicht
Die gesetzliche Krankenversicherung deckt zwar die medizinische Grundversorgung ab, doch zusätzliche Kosten bleiben häufig an den Betroffenen hängen. Besonders im alpinen Gelände können Bergungs- und Rettungskosten schnell mehrere tausend Euro betragen – etwa bei einem Hubschraubereinsatz oder einem aufwendigen Abtransport.
Diese Versicherungen geben Sicherheit auf der Piste
Ein umfassender Schutz besteht meist aus mehreren Bausteinen. Besonders wichtig ist eine private Unfallversicherung. Sie greift bei Freizeitunfällen wie beim Skifahren und bietet finanzielle Unterstützung bei dauerhaften Folgen, etwa bei Invalidität oder längeren Rehabilitationsphasen. Viele Tarife beinhalten zusätzlich Leistungen für Bergung, Rettung und Rücktransport.
Ebenso unverzichtbar ist eine private Haftpflichtversicherung. Wer auf der Piste mit anderen kollidiert und dabei Personen verletzt oder fremdes Eigentum beschädigt, haftet dafür – auch ohne Absicht. Gerade bei schweren Personenschäden können die Kosten sehr hoch ausfallen.
Auch bei Skiurlauben lohnt es sich, den bestehenden Versicherungsschutz genau zu prüfen. Gerade bei Unfällen im alpinen Gelände können zusätzliche Kosten entstehen, etwa für Bergung oder Rücktransport. Wichtig ist, im Vorfeld zu wissen, welche Leistungen die eigene Absicherung tatsächlich umfasst – und wo mögliche Lücken bestehen.
Typische Unfallursachen – und wie man sie vermeidet
Unfallanalysen zeigen, dass Skiunfälle selten nur einen einzigen Auslöser haben. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen: mangelnde Kondition gegen Ende des Skitags, schlechte Sicht, vereiste oder überfüllte Pisten sowie zu hohe Geschwindigkeit.
Ein Blick in die Statistik bestätigt das Bild: Die meisten Unfälle passieren am späten Vormittag und frühen Nachmittag – dann, wenn Konzentration und Kraft langsam nachlassen. Wer regelmäßig Pausen einlegt, sein Tempo anpasst, auf gut gewartete Ausrüstung achtet und einen Helm trägt, reduziert das Unfallrisiko deutlich.
Gut vorbereitet fährt es sich entspannter
Zahlen und Erfahrungen zeigen klar: Wintersport bleibt trotz moderner Ausrüstung und besserer Pisteninfrastruktur ein Risikosport. Versicherung ersetzt keine Vorsicht – sie sorgt aber dafür, dass ein Unfall nicht zur finanziellen Belastung wird.
