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Frau betrachtet ihre Haut im Spiegel – gesunde Fette und Fettsäuren spielen bei der Hautpflege von innen eine Rolle.
Pflege beginnt nicht nur vor dem Spiegel: Auch die Ernährung und die richtigen Fettsäuren können für die Haut eine wichtige Rolle spielen.
Pflege beginnt nicht nur vor dem Spiegel: Auch die Ernährung und die richtigen Fettsäuren können für die Haut eine wichtige Rolle spielen.
Prostock-studio/Shutterstock

Fett macht schön: Was unsere Haut wirklich braucht

01.10.2026 um 11:06, Conny Engl
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Cremen allein ist nicht alles: Auch von innen braucht unsere Haut das richtige "Öl fürs Getriebe". Welche Fettsäuren zählen und was Algen damit zu tun haben.

Laura startet ihren Tag mit Gesichtscreme. Nach dem Duschen folgt die Bodylotion, die Handcreme ist immer griffbereit und Sonnenschutz sowieso Pflicht. Ihre Haut bekommt täglich ordentlich was drauf. Doch es kommt auch auf die inneren Werte an. Und dabei spielt ausgerechnet etwas eine Rolle, bei dem Laura eher an Schweinsbraten denkt: Fett.

Gesunde Fette, auf die es ankommt

Nein, Fett ist nicht auto­matisch ungesund oder schlecht für die Figur. Bestimmte Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 braucht der Körper sogar dringend. Er kann sie nicht selbst herstellen, sie müssen also von außen kommen. Auch unsere Haut ist auf ­Fette angewiesen. Sie sind Teil ihrer natürlichen Schutzschicht und helfen dabei, Feuchtigkeit nicht so leicht entweichen zu lassen. Für Laura heißt das nicht: öfter Schweinsbraten bestellen. Die österreichischen Er­nährungsempfehlungen raten täglich zu pflanzlichen Ölen, Nüssen oder Samen, die wertvolle ungesättigte Fettsäuren liefern.

Nachtkerze und Sanddorn: Ölige Exoten

Abseits der Küchenklassiker wird es noch spannender. Die unscheinbare Nachtkerze hat es in sich: Ihr Öl besteht zu 65 bis 80 Prozent aus Linolsäure, einer Omega-6-Fettsäure. Dazu kommen 8 bis 14 Prozent Gamma-Linolensäure, kurz GLA. Der orange leuchtende Sanddorn hält eine andere Besonderheit bereit. Sein Fruchtfleischöl enthält rund 25 bis 35 Prozent Palmitoleinsäure, besser bekannt als Omega-7 – eine Fettsäure, die in Pflanzenölen vergleichsweise selten vorkommt.

Sanddornbeeren am Zweig – reich an wertvollen Pflanzenölen und Fettsäuren
Sanddorn punktet mit einer Fettsäure, die in Pflanzenölen selten ist: Omega-7.

Algenöl: Omega-3 ohne Fisch

Und dann geht es vom Strauch direkt ins Wasser. Wer bei Omega-3 sofort an Lachs denkt, liegt nicht falsch – aber auch nicht ganz am Anfang der Geschichte. Mikroalgen bilden die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA und stehen damit am Beginn der marinen Nahrungskette. Algenöl liefert beide direkt und ist damit eine pflanzliche Alternative für alle, die wenig oder keinen Fisch essen. Muss Laura jetzt Spezialöle löffeln? Nein. Eine abwechslungsreiche Ernährung bleibt die Basis, Nahrungsergänzung kann gezielt unterstützen.

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