4 Hindernisse, die finanzielle Freiheit verhindern

Ken Honda ist japanischer Geschäftsmann, Coach und Autor. Er schreibt Ratgeber und Artikel, produziert Podcasts und organisiert Kurse rund um das Thema Geld und Finanzen. Unter seinem Spitznamen „The happy little millionaire“ und mit seinem Buch "Happy Money" wurde er weltweit berühmt.

Mit 29 Jahren in Pension

Schon mit 29 Jahren ging der japanische Finanzprofi in Pension, um sich um seine neugeborene Tochter zu kümmern. Schon lange hatte er finanziell ausgesorgt und konnte sich daher diesen Wunsch mühelos erfüllen. Die freien Abende zuhause nutzte der Millionär, um sein Wissen über die Finanzwelt an seine Freunde weiterzugeben. Schon nach kurzer Zeit fanden seine Artikel so großen Anklang, dass daraus gleich mehrere Bücher entstanden.

Einstellung zu Geld

Seine Publikationen enthalten wider Erwarten nur selten konkrete Finanzierungs- und Sparpläne oder ausgeklügelte Geschäftsmodelle. Viel mehr beschäftigt er sich mit den Emotionen und Gefühlen, die unsere finanzielle Situation beeinflussen. Viele davon behindern uns unbewusst, Geld in unserem Leben willkommen zu heißen.

Geld und Gefühle

Um finanziell glücklich zu werden, benötigt es Hondas Meinung nach neben konkretem Wissen über Geldwirtschaft und die Finanzwelt einen soliden Money-EQ (Emotional Quotient), das heißt die richtige innere Einstellung zum Thema Geld und Finanzen.

Auf dem Weg zur finanziellen Freiheit und dem eigenen persönlichen Glück begegnen uns dabei verschiedene Hindernisse. Alte Glaubenssätze und anerzogene Wertvorstellungen können dabei wie ein Korsett wirken, das uns lähmt. Wer seine Situation verändern möchte, kommt daher nicht umhin, seine innere Welt genau unter die Lupe nehmen. Ken Honda beschreibt vier emotionale Blockaden, die unsere Entwicklung hin zu einem positiven und produktiven "Money-Mindset" verhindern.

1. Angst/Sorge

Jeder Mensch möchte sein individuelles Risiko im Leben so gering als möglich halten. So wichtig Angst und Sorgen sind, schützen sie uns immerhin vor möglichen Bedrohungen, können sie gleichzeitig die eigene Entwicklung bremsen.

2. Zweifel

Wer ungewohnte Wege geht oder Neues wagt, kennt die Zweifel. Vor allem jene, die durch Familie und Freunde gesät werden. Dabei sollte man nicht vergessen, dass diese Gefühle nicht der Wirklichkeit entsprechen, sondern zuerst einmal Ergebnis unserer Einstellung sind.

3. Schuldgefühle

Wer stets die Bestätigung von außen braucht, fühlt sich schnell schuldig, wenn er es nicht allen recht machen kann. Überbordende Schuldgefühle können einen jedoch ähnlich hemmen wie Ängste und Zweifel.

4. Selbstvernachlässigung

Niemand auf der Welt kann wirklich glücklich sein, wenn er sich selbst nicht wertschätzen kann. Auch Geld kann mangelndes Selbstvertrauen nicht ausgleichen.

Ab wann macht Geld glücklich?

Blockierende Gefühle verschwinden nicht von heute auf morgen. Jeder lebt aus seinen eigenen Erfahrungen heraus. Verständnis und Geduld mit sich selbst sind zwei wichtige Begleiter auf dieser Reise. Das Schöne am Erwachsensein ist, dass man sich noch einmal selbst erziehen und sich von altem, unnötigem Ballast befreien kann. Wer sich ernsthaft damit beschäftigt, wird mehr Freiheit und Zufriedenheit erfahren und Geld als Erweiterung des eigenen Lebensglücks erleben können. So die Botschaft von Ken Honda, die gerade dann tröstlich und ermutigend ist, wenn man sein Leben in neue Bahnen lenken will.

Zur Autorin

Sie schwärmen für Asien? Dann haben Sie etwas mit Passion Author Barbara Kluibenschädl gemeinsam. Die Tirolerin hat ein Faible für asiatische Kultur und Kulinarik, von denen auch ihre Texte, mit denen sie www.weekend.at bereichert, überwiegend handeln.

Autor: Barbara Kluibenschädl, 28.07.2021