Test: Was kann die gehypte Kosmetik von Instagram?

Beauty-Liebhaberinnen nutzen Instagram als Inspirationsquelle: Hier finden sich täglich Neuigkeiten zum Thema Make-up und Kosmetik. Auch mit neuen Marken kommt man hier meist zuerst in Kontakt. In aller Munde sind momentan drei Brands, die viel Werbung auf Instagram und durch bekannte Influencer machen. Doch sind die nicht alle bezahlt? weekend.at testet die neuen Insta-Brands. Ist der Hype gerechtfertigt?

Der vegane Nagellack von gitti

gitti Beauty aus Berlin hat sich auf vegane Nagellacke spezialisiert. Es gibt pflanzenbasierte Lacke, wasserbasierte Lacke und Öko-Nagellackentferner, seit neuestem aber auch Make up wie Lippenstifte, Mascara und Creme-Rouge. Ich habe den Nagellack Nr. 132 in der Trendfarbe Lavendel getestet und das neue Creme-Rouge Everyblush.

 

 

Nagellack hält rund fünf Tage

Der Nagellack lässt sich gut auftragen, schon eine Schicht genügt und die Farbe sieht satt aus. Wie versprochen stinkt es im Wohnzimmer danach nicht nach Nagellack. Er hält circa eine Woche, dann beginnen die Spitzen abzublättern. Das Creme-Rouge lässt sich gut verteilen und wirkt natürlich. Doch die Tube lässt sich nicht so gut dosieren, beim Drücken kommt immer zu viel raus, das macht eine Sauerei am Schminktisch. Fazit: Die Produkte sind ok!

Und Gretel: Naturkosmetik aus Berlin

Auf Instagram geht nichts mehr ohne diese Brand. Die Gründerinnen der Marke wollten Make-up mit rein natürlichen Inhaltsstoffen anbieten, die aber ihren höchsten Ansprüchen als Make-up Artistin gerecht werden. Ihre Mission: Intensive Farben und lange Haftbarkeit aber ohne umstrittene Inhaltsstoffe sowie synthetische Konservierungsmittel. Bestseller bei Und Gretel sind die Mascara, der Lippenstift, das transparente Puder sowie der Creme Eye Stick. 

Es bröselt die Mascara

Wirklich gut ist das transparente Puder "Ilge", es deckt ab, mattiert ohne zugekleistert zu wirken und wirkt sehr natürlich. Auch der Lippenstift "Tagarot" ist gut, die Farbe ist satt und voll, die Lippen trocknen nicht aus, einzig der Geschmack ist etwas gewöhnungsbedürftig. Die Mascara "Wint" hat mich nicht ganz überzeugt, sie lässt sich zwar gut auftragen, bröselt aber leider nach ein paar Stunden ab und dann kleben die Brösel unter den Augen. Der Creme Eye Stick hält gut und lässt sich auch dünn auftragen. Aber Aufpassen beim Auftragen, nicht zu fest aufdrücken, bei mir ist gleich die Spitze abgebrochen. 

Die funktionalen Cremen von This Place

Entwickelt und auf den Markt gebracht wurde This Place von der 36-jährigen Wissenschaftlerin Laura Simonow. Ihre Vision: die Gesundheit mit Hilfe von funktionaler Kosmetik ganzheitlich verbessern und nachhaltig Probleme des Alltags zu lösen.  In jedem Produkt sind unterschiedliche, rein natürliche Inhaltsstoffe wie Zimtrinde, Silberweide, Arnika, Zink und Cannabidiol (CBD) so miteinander kombiniert, dass sie synergetisch wirken. Jedes Produkt ist für einen bestimmten Anwendungsbereich konzipiert, um entweder bei Unwohlsein während der Periode zu unterstützen (The Hug), einen erholsamen Schlaf zu finden (The Good Night), die Gesichtspflege zu unterstützen (The Glow) oder Muskeln zu entspannen (The Blissful Day). 

The Good Night: Tiefschlaf-Garantie

Getestet habe ich die zwei Bestseller. Die Tagescreme "The Glow" und die Creme für erholsamen Schlaf "The Good Night". Die Tagescreme hat eine super Textur und einen wirklich guten, natürlichen Duft. Es riecht frisch, angenehm und gar nicht ranzig. Die Creme zieht toll ein und hinterlässt keinen Glanz auf der Haut, das Make up lässt sich danach ohne Probleme auftragen. Wirklich überzeugt hat mich aber "The Good Night". Ich dachte zuerst es handelt sich um eine Nachtcreme. Doch nein, es ist eine Schlafcreme mit mit CBD und Melatonin, man trägt sie am Handrücken und im Nacken vor dem Schlafgehen auf. Und: Man schläft damit wie ein Stein. Hätte ich es nicht ausprobiert, würde ich es nicht glauben. Eine absolute Empfehlung! 

Autor: Brigitte Biedermann, 15.03.2022